URI: Kitesurfer dürfen bald auf eine grössere Fläche

Kitesurfer auf dem Urnersee dürfen ab dem 1. Februar ihren Sport auf einer grösseren Fläche als bisher ausüben. Der Urner Regierungsrat hat die Surfzone probehalber bis am 31. Oktober erweitert. Ende Jahr entscheidet er über eine definitive Zulassung oder ein Verbot.

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Auf dem Urnersee gibt es bald mehr Platz für Kitesurfer. (Bild: pd/Andreas Hofer)

Auf dem Urnersee gibt es bald mehr Platz für Kitesurfer. (Bild: pd/Andreas Hofer)

Vor einem Jahr hatte der Bundesrat beschlossen, das generelle Kitesurf-Verbot ausserhalb bewilligter Bereiche auf Schweizer Seen aufzuheben. Damit dürfen Surfer mit Lenkdrachen ab 2016 ihren Sport künftig überall betreiben, ausser ein Kanton erlässt ein Verbot.

Wie bereits im Sommer 2014 angekündigt, will die Urner Regierung vor ihrem Entscheid einen Probebetrieb zulassen. Die Drachensegler dürfen in der Probephase neu eine Fläche zwischen dem Rütli und Isleten benutzen. Seit 2004 ist Kitesurfen auf dem Urnersee zwischen dem Abschnitt Seelisberg und Bauern erlaubt.

Im Probebetrieb ist das Kitesurfen tagsüber bei klarer Sicht zwischen 8 Uhr und 21 Uhr gestattet. Tabu ist eine Uferzone bis 150 Meter auf den See hinaus. Starts und Landungen sind lediglich in Bauen/Isleten ab dem Delta des Isenthalerbachs und in Flüelen am Gruonbachstrand erlaubt. Ausgenommen sind die Monate Juli und August.

Der Regierungsrat will mit dem Probebetrieb herausfinden, wie sich das Kitesurfen in der neuen Zone mit anderen Seenutzern wie Surfern, Seglern, Badegästen und Kursschiffen verträgt. Er will Ende 2015 entscheiden, ob das Kitesurfen auf dem Urnersee liberalisiert, eingeschränkt oder verboten werden soll.

Das Kitesurfen erfreute sich in den vergangenen Jahren in der Schweiz wachsender Beliebtheit. Gemäss Angaben des Schweizer Kitesurfclubs Kitegenossen gibt es landesweit über 3000 aktive Kitesurfer.

In der Zentralschweiz ist das Kitesurfen nur auf Teilen des Alpnachersees, des Urnersees (Vierwaldstättersee) und des Zugersees erlaubt. (sda)