URI: Kontrollen sind kaum möglich

Am Sonntagabend ist auf der Urner Seite des Gotthardtunnels ein französisches Wohnmobil mit einem entgegenkommenden Schweizer Car kollidiert. Nun klärt die Polizei, ob die Passagiere im Car angegurtet waren.

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Bild: Kantonspolizei Uri

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Beim Unfall am Sonntagabend wurden fünf Personen verletzt. Von ihnen befinden sich zurzeit noch zwei im Spital. Die Kantonspolizei Uri hat nun erste Abklärungen vorgenommen.

Angurten sei Vorschrift, heisst es bei der Polizei auf Anfrage. Seit 2006 bestehe gemäss Verkehrsregelverordnung ein Obligatorium in Gesellschaftswagen. Eine Ausnahme gilt für Linienbusse. «Im Tellbus weisen wir aber trotzdem darauf hin, dass die Passagiere die Gurte anlegen sollen. Das machen wir aus Sicherheitsgründen», erklärt Michael Roost, Geschäftsführer der Auto AG. Auch bei Gesellschaftsreisen weisen die Mitarbeiter der Auto AG auf die Sicherheitsgurte hin. «Ob die Gurte angelegt werden, lässt sich aber kaum kontrollieren», so Roost. Der Chauffeur müsste während der Fahrt anhalten, aufstehen und sich selber vergewissern. Für Roost liegt das Angurten letztlich in der Eigenverantwortung der Passagiere.

Der schwere Postauto-Unfall in Endingen AG hat die Debatte angeregt, auch in Linienbussen eine Gurtenpflicht einzuführen. Eine solche Vorschrift hätte zur Folge, dass die Stehplätze wegfallen würden.

ah/rem

Bild: Kantonspolizei Uri

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