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URI: Kreisel Wysshus erstrahlen in neuem Glanz

Die Kreisel Wysshus Ost und Wysshus West bleiben nicht länger leer. Sie werden mit einem für den Kanton Uri typischen Symbol bestückt. Die renommierten Urner Gestalter Mundy Nussbaumer und Stanislaus Arnold haben dafür je eine Skulptur geschaffen. Die Werke werden in der nächsten Woche installiert.
Mundy Nussbaumer mit Helfern bei der Probemontage der Skulptur «Industrie». (Bild: pd)

Mundy Nussbaumer mit Helfern bei der Probemontage der Skulptur «Industrie». (Bild: pd)

In den vergangenen Jahren wurden auf den Urner Kantonsstrassen im Talboden neue Kreisel erstellt. Die drei Kreisel Wysshus Ost, Wysshus West und Rynächt bringen wesentliche Vorteile für den Verkehrsfluss und sind bei den Verkehrsteilnehmern bestens akzeptiert. Optisch aber waren die Kreisel nichts Besonderes: Bisher bestanden sie aus einem einfachen Steinsockel mit Granitblöcken.

Der Urner Grafiker Tino Steinemann hat im Auftrag der Baudirektion Uri ein Konzept für die Gestaltung der Kreisel Ausserorts erstellt. Angestrebt werde ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild, das einen klaren und einfachen Bezug zum Kanton Uri zeigt. So wird jedem Kreisel ein Symbol des Kantons zugeordnet, das auf grundsätzliche Merkmale Uris verweist. Themen wie Mensch/Natur, Transit/Transport oder Geschichte/Tradition wurden festgelegt.

Mundy Nussbaumer mit Helfern bei der Probemontage der Skulptur «Industrie». (Bild: pd)

Mundy Nussbaumer mit Helfern bei der Probemontage der Skulptur «Industrie». (Bild: pd)

Symbole für Uri

In der nächsten Woche ist es nun soweit: Die Kreisel Wysshus Ost und Wysshus West werden mit den Symbolen bestückt. Die beiden renommierten Urner Kunstschaffenden Stanislaus Arnold und Mundy Nussbaumer wurden für die Gestaltung ausgewählt. Die Ausschreibung erfolgte im freihändigen Verfahren gemäss Urner Submissionsverordnung. Eingeladen worden waren Gestalter aus Uri oder mit starkem Bezug zu Uri. Die Projekte von Stanislaus Arnold und Mundy Nussbaumer haben die Auswahljury am besten überzeugt.

Die Objekte auf den Kreiselsockeln haben auch eine verkehrslenkende Aufgabe. Sie erhöhen die Verkehrssicherheit indem sie verhindern, dass Autofahrer über den Kreisel hinwegsehen können. Dank dem Sichtunterbruch konzentriere sich der Autofahrer zwangsläufig auf den von links kommenden Verkehr im Kreisel und fährt vorsichtiger. Zudem bringen die Objekte auf den Kreiseln, insbesondere für ausserkantonale Autofahrer, einen hohen Wiedererkennungswert.

Wysshus West: «Brücke»

Stanislaus Arnold hat für den Kreisel Wysshus West das Werk «Brücke» geschaffen. Brücken sind in Uri allgegenwärtig: Autobahnviadukte, Eisenbahnbrücken und Kantonsstrassen teilen sich auf engstem Raum den Weg. Mit drei stilisierten Brückenpfeilern aus Holz nimmt Arnold direkt Bezug dazu. Die Brücken in Uri verbinden seit Jahrhunderten die Menschen und machen das Überwinden von Tälern, Flüssen und anderen Hindernissen überhaupt erst möglich. Arnold wurde bei der Planung der Holzkonstruktion von Zimmermann Paul Stadler, Flüelen, unterstützt.

Wysshus Ost: «Industrie»

Mundy Nussbaumer orientiert sich beim Werk auf dem Kreisel Wysshus Ost an der nahe gelegenen Industriezone. Er verweist auf Uri als Arbeits- und Werkplatz. Nussbaumers Skulptur trägt den Titel «Industrie». Das Objekt ist rund und besteht aus 8 Millimeter dicken Stahlplatten, die zusammengesteckt sind. Der Stahl ist rotorange gespritzt und erinnert an die früher eingesetzte Rostschutzfarbe «Mennige» und symbolisiert Langlebigkeit und Fortschritt.

Kreisel Rynächt folgt im Frühling

Die Objekte von Mundy Nussbaumer und Stanislaus Arnold werden in der letzten Märzwoche vor Ort installiert. Es steht pro Kreisel ein Budget von maximal 50‘000 Franken zur Verfügung. In diesem Kostendach sind alle Leistungen, inklusive Material, Arbeit, Transport und Montage erhalten. Die Auslagen für die Gestaltung sind in den Baukosten enthalten. In den Frühlingsmonaten beginnen die Arbeiten am Werk für den Kreisel Rynächt. Auch hier erhielt Mundy Nussbaumer den Zuschlag. Für die Steinskulptur erhält Nussbaumer Unterstützung des Urner Steinbildhauers Gedeon Regli. Er wird den Kreisel nach Vorgaben von Mundy Nussbaumer mit rohen Blöcken Gotthardserpentin aus dem Steinbruch in Hospental gestalten.

Zu den Gestaltern

Nach der Lehre als Metallbauschlosser besuchte Mundy Nussbaumer die Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern. Seit 1985 führt er eine eigene Metallwerkstatt in Altdorf und arbeitet als selbständiger Gestalter. Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er zweimal das Eidgenössische Kunststipendium sowie den Förderpreis der Kunst- und Kulturstiftung Heinrich Danioth, Altdorf. Mundy Nussbaumer lehrt seit 2009 als Dozent an der Hochschule Luzern, Abteilung Design & Kunst.

Stanislaus Arnold ist gelernter Metallbauschlosser. In Altdorf betreibt der Kunsthandwerker eine eigene Werkstatt für anspruchsvolle Metallverarbeitungen. Arnold widmet sich hauptsächlich dem Werkstoff Stahl und hat sich auch mit der Bearbeitung von Chromstahl einen Namen geschaffen. Neben Gestaltungsaufträgen für Privatpersonen und Firmen hat Stäni Arnold bereits Kreisel gestaltet, beispielsweise in Buochs. Vielen Urnern dürfte ein Werk von Arnold besonders in Erinnerung sein: Die überdimensionierte gelbe Giesskanne, die den Kreisel Flüelen schmückte, stammt aus seiner Werkstatt.

pd/nop

Stanislaus Arnold mit einem Modell seiner Skulptur «Brücke». (Bild: pd)

Stanislaus Arnold mit einem Modell seiner Skulptur «Brücke». (Bild: pd)

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