URI: Landgericht verurteilt pädophilen Urner

Ein 50-jähriger Urner Kleinunternehmer hat sich mehrfach an einem elfjährigen Knaben vergangen. Nun wurde er vom Landgericht zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt.

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Ein auf einem Bett liegender Mann zieht einen Jungen zu sich heran (gestellte Szene). (Bild: Themenbild Keystone)

Ein auf einem Bett liegender Mann zieht einen Jungen zu sich heran (gestellte Szene). (Bild: Themenbild Keystone)

Der Beschuldigte hatte am 20. Mai vor Gericht zugegeben, sich 2012 zehn- bis zwölfmal an einem damals elf Jahre alten Knaben vergangen zu haben. Er hatte dem Kind für die sexuellen Gefälligkeiten jeweils Geld gegeben.

Zudem hatte der Mann der 13-jährigen Schwester des Opfers einmal an den Oberschenkel gefasst und ihr Geld geboten, damit sie "mehr mache". Der Beschuldigte hatte damals mit der Familie der Opfer ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt.

Am Dienstag wurde das Urteil den Parteien mündlich eröffnet. Der Angeklagte wird wegen sexueller Nötigung in zwei Fällen, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern, mehrfachen Zeigens von Pornografie sowie versuchter sexueller Handlung mit einem Kind zu 36 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Davon sind 18 Monate zu vollziehen, der Rest bei einer Probezeit von drei Jahren aufzuschieben.

Beim Strafmass folgte der Richter den Forderungen der Urner Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine bedingte Strafe gefordert, weil der Tatbestand der sexuellen Nötigung nicht erfüllt sei.

Die Verhandlung hatte zum Schutz der Opfer unter Teilausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Lediglich die Medien waren zugelassen.

sda/MZ

Mehr zum Thema am 28. Mai in der Neuen UZ.