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Uri liegt über dem Schweizer Schnitt

Leerwohnungen Im Kanton Uri gab es am 1. Juni dieses Jahres 372 leer stehende Wohnungen. Bei 19343 Wohnungen auf dem Kantonsgebiet ergibt dies eine Leerwohnungsziffer von 1,92 Prozent. Dies ist im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch. Der Schnitt liegt bei 1,47 Prozent. Nur acht Kantone verzeichnen anteilsmässig mehr freie Wohnungen als Uri. In der Zentralschweiz hat Uri gemäss den Zahlen des Bundesamts für Statistik am meisten leere Wohnungen. An zweiter Stelle der Region liegt Nidwalden mit 1,55 Prozent, gefolgt von Schwyz mit 1,45 Prozent, Luzern mit 1,13 Prozent, Obwalden mit 0,61 Prozent und zuletzt Zug mit 0,43 Prozent. Der Kanton Zug verzeichnet gar schweizweit verhältnismässig am wenigsten freie Wohnungen (Ausgabe vom 12. September).

Innert Jahresfrist wurden 108 zusätzliche freie Wohnungen im Kanton Uri registriert. 2016 lag die Leerwohnungsziffer bei 1,39 Prozent, was ebenfalls eine Quote über dem damaligen Schweizer Durchschnitt (1,3 Prozent) bedeutete.

«Letztes Jahr war ein absolutes Rekordjahr»

Der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind sagt auf Anfrage, dass «vergangenes Jahr ein absolutes Rekordjahr in der Bauwirtschaft» war. Die Nachfrage könne da trotz Zuwanderung kaum mithalten. Der Kanton habe aber nur wenig Einfluss auf die Bautätigkeit: «Wir können nur versuchen, Uri attraktiv zu machen.» Er glaubt nicht, dass es wegen der vielen leeren Wohnungen zu einem Kollaps auf dem Immobilienmarkt kommt. «Trotzdem sollten die Investoren sorgfältig vorgehen.» Die Gründe für den Bauboom sind für Camenzind klar: «Das Geld ist günstig», sprich die Zinsen tief. Immobilien seien für Pensionskassen und Versicherungen demnach eine renditestarke Anlagemöglichkeit.

«Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust», sagt Camenzind. Die vielen leeren Wohnungen würden bedeuten, dass Mieter von günstigeren Konditionen profitierten. Gleichzeitig sei es für die Baumeister aber eine schwierige Situation, weil die Bautätigkeit in diesen Tagen bereits wieder rückläufig sei. (mst)

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