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URI: Linke bleiben in Urner Regierung

Die Urner Stimmbürger haben entschieden: Uri bleibt der einzige Kanton der Zentralschweiz mit einer SP-Vertretung in der Regierung. Gleichzeitig ist die SVP vorerst nicht mehr in der Kantonsexekutive vertreten. Erstmals seit fast 100 Jahren ist die FDP wieder mit drei Sitzen vertreten.
Die neu gewählten Regierungsräte Urs Janett von der FDP (links) und Dimitri Moretti von der SP. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die neu gewählten Regierungsräte Urs Janett von der FDP (links) und Dimitri Moretti von der SP. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die Urner Stimmbürger haben im zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen Dimitri Moretti (SP, Erstfeld) mit 4'994 Stimmen gewählt. Vor ihm lag der Altdorfer FDP-Mann Urs Janett mit 7'248 Stimmen. Die dritte Kandidatin, Petra Simmen (SVP, Altdorf) erreichte 4'593 Stimmen und schaffte den Sprung in die Regierung nicht.

Arnold Florian

Die künftige Urner Regierung im Überblick

sda. Mit der Wahl von Urs Janett und Dimitri Moretti im zweiten Wahlgang sind alle sieben Sitze im Urner Regierungsrat für die nächste Amtsperiode wieder besetzt. Die neue Regierung ab dem 1. Juni 2016 im Überblick:

  • Beat Jörg (CVP, bisher): Der 58-jährige Oberstufenlehrer wurde 2012 in die Regierung gewählt und übernahm die Bildungs- und Kulturdirektion. Zuvor war er 17 Jahre Gemeinderat, zwölf Jahre davon Präsident. Zu seinen grösseren Projekten zählen die Einführung des Lehrplans 21 sowie die Bewerbung für ein nationales Schneesportzentrum in Andermatt. Jörg ist geschieden und wohnt in Gurtnellen.
  • Urban Camenzind (CVP, bisher): Der 50-jährige ehemalige Unternehmer und Heizungstechniker wurde 2012 neu in die Regierung gewählt. Seitdem ist er Volkswirtschaftsdirektor. Der frühere Gemeinderat und Landrat muss sich nun mit den Auswirkungen der Neat beschäftigen und sich mit mehreren Verkehrsprojekten wie dem Kantonsbahnhof und der Umfahrungsstrasse bei Altdorf befassen. Zudem will er neue kleinere und mittlere Betriebe ansiedeln. Er ist verheiratet und lebt in Bürglen.
  • Heidi Z’graggen (CVP, bisher): Die 50-jährige promovierte Politikwissenschaftlerin ist seit 2004 in der Urner Regierung und Justizdirektorin. Die Erstfelderin tritt die vierte Amtszeit an und ist das dienstälteste Mitglied der Regierung. Jüngst musste sie Vorwürfe gegen die Urner Justiz im Zusammenhang mit dem Prozess gegen einen Erstfelder Barbetreiber untersuchen lassen. Zu ihren Prioritäten zählt die Schaffung von günstigem Wohnraum. Sie ist ledig, aber in festen Händen.
  • Barbara Bär (FDP, bisher): Die 58-jährige Kauffrau ist seit 2012 Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin. Zuvor war die Altdorferin und Mutter dreier Kinder unter anderem Jugendrichterin und Gemeindepräsidentin. Als Regierungsrätin muss sie weiter Anlaufschwierigkeiten bei der KESB beheben und ist für die Umsetzung des grössten Hochbauprojekts, das Uri je in Angriff genommen hat, verantwortlich: für den Neubau des Kantonsspitals in Altdorf.
  • Roger Nager (FDP, neu): Der vollamtliche Gemeindepräsident von Andermatt schaffte im Februar im ersten Wahlgang überraschend als wilder Kandidat die Wahl in die Regierung. Der 46-jährige Elektroinstallateur und Wirtschaftsfachmann war von seiner Partei nicht offiziell nominiert worden. Er ist der einzige Regierungsvertreter aus dem Urserntal. Er war massgeblich an der Planung des Tourismusresorts des ägyptischen Investors Samih Sawiris in Andermatt beteiligt.
  • Urs Janett (FDP/neu): Janett ist 39 Jahre alt, verheiratet und wohnt in Altdorf, wo er auch Mitglied des Gemeinderates ist. Er ist Rechtsanwalt mit Zusatzausbildungen in Verwaltungswesen und Krisenkommunikation. Bis 2015 war Janett Sekretär der Urner Sicherheitsdirektion, seither ist er als Generalsekretär am Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen tätig.
  • Dimitri Moretti (SP/neu): Der Sohn eines italienischen Vaters und einer Schweizer Mutter ist 43 Jahre alt und in Altdorf und Erstfeld aufgewachsen. Er ist ledig, aber in festen Händen, und arbeitet als Sekundarlehrer. Moretti war in Lehrerorganisationen aktiv und trat 2006, wegen der Verschärfung der Ausländer- und Asylpolitik, der SP bei. 2008 wurde er in den Landrat gewählt; dort setzte er sich schwergewichtig mit der Finanzpolitik auseinander.
Bild: Grafik: Neue UZ

Bild: Grafik: Neue UZ

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