URI: Maturaarbeiten: Rektor sieht Noten skeptisch

An der Kantonalen Mittelschule Uri werden die Maturaarbeiten seit zwei Jahren benotet, sie zählen zum Maturaschnitt. Rektor Ivo Frey ist davon nicht restlos überzeugt.

Florian Arnold
Drucken
Teilen
Rektor Ivo Frey in der Bibliothek der Kantonalen Mittelschule Uri. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Rektor Ivo Frey in der Bibliothek der Kantonalen Mittelschule Uri. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Ab Montag präsentieren die Sechstklässler der Kantonalen Mittelschule Uri ihre Maturaarbeiten. Seit zwei Jahren zählen die Noten der Arbeiten zum Maturaschnitt. Die Forderung, die Arbeiten zu benoten, kam von Schülerorganisationen und wurde auf eidgenössischer Ebene vorgegeben. Rektor Ivo Frey kann dieser Entwicklung nicht nur Positives abgewinnen. «Im Maturazeugnis wird die Arbeit gleich gewichtet wie ein Grundlagenfach. Die Note suggeriert, dass die Maturaarbeit mit den anderen Fächern verglichen werden kann», sagt Frey. «Doch eine Maturaarbeit ist nicht so formalisiert wie etwa eine Matheprüfung. Jede Arbeit fällt unterschiedlich aus. Ein Vergleich wird schwierig. Früher gab es Prädikate statt Noten, was auf die Besonderheit hinwies. Das war mir sympathischer.»

Neu vergeben das Dekanat Uri und die Evangelisch-reformierte Landeskirche Uri einen Preis für die beste Arbeit über ein religiöses Thema. Die Mittelschule erfuhr davon aus der Zeitung. «Dass wir selber und eben auch andere Institutionen Preise vergeben, dokumentiert letztlich das grosse öffentliche Interesse an den Maturaarbeiten», so Frey. «Wenn die Schüler dadurch motiviert werden, eine gute Arbeit zu schreiben, umso besser.»