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URI: Maturanden präsentieren ihre Projekte

Nach einem Jahr intensiver Arbeit finden diese Woche im Kollegi Altdorf die Maturapräsentationen statt. Unsere Zeitung sprach mit vier Maturanden und Maturandinnen über ihr Schaffen.
Die vier Urner Maturanden Lia Planzer, Nadin Bissig, Samuel Bissig und Andri Zgraggen (von oben links im Uhrzeigersinn). (Bilder: Jessica Bamford)

Die vier Urner Maturanden Lia Planzer, Nadin Bissig, Samuel Bissig und Andri Zgraggen (von oben links im Uhrzeigersinn). (Bilder: Jessica Bamford)

Vier Tauchplätze untersucht - Lia Planzer

«Tauchen ist meine Leidenschaft», verrät Lia Planzer. Schon seit mehreren Jahren sei sie jeweils in den Ferien tauchen gegangen. Nun wollte sie untersuchen, wie die Situation für Taucher in der Zentralschweiz aussieht.
In diesem Zusammenhang hat sie vier Taucherstandorte besucht: Isenthal, Brunnen, Hergiswil und Immensee. Obwohl es natürlich anders als im Meer sei, habe es Lia Planzer auch in den Zentralschweizer Seen gut gefallen. «Man kann sehr vieles sehen, wenn die Sicht gut ist», sagt die Maturandin. So hat sie Dinge wie Röhren, Betonfässer oder Tauchflaschen, die extra an der Felswand montiert waren, gesehen. Das Highlight sei eine Aue gewesen, die in Brunnen extra für Taucher versenkt wurde. «Dort wurde das Steuer ausgewechselt, sodass Taucher hineinschwimmen und Kapitän spielen können», erklärt die Maturandin.

Tauchplatzführer ab heute erhältlich

Die grösste Schwierigkeit, die während der Arbeit aufkam, sei die Umstellung auf den Trocken-Tauchanzug gewesen. Bisher tauchte Lia Planzer immer mit dem Nass-Tauchanzug, wobei die Tarierung, das heisst, das Gleichgewicht zwischen Auftrieb und Abtrieb, mit einer Weste geschieht. Beim Trocken-Tauchanzug ist diese im Anzug integriert.

Die Produkte ihrer Arbeit sind ab heute öffentlich erhältlich. Sie hat ein Buch gestaltet mit Beschreibungen der vier Tauchplätze und allgemeinen Tauchinformationen. Zusätzlich hat sie ein Ringbuch gestaltet. «Dort können neben meinen vier Tauchplätzen Weitere ergänzt werden», erklärt Planzer.

Drei Kuhglocken gebastelt - Nadin Bissig

Ein scheinbar traditionelles Schweizer Objekt hat Nadin Bissig untersucht: die Kuhglocke. So schweizerisch, wie sie uns scheint, sei die Kuhglocke aber gar nicht. «Die Ursprünge ihrer Form findet man in China», erzählt die Maturandin. Sie hat sich mit der Geschichte der Kuhglocke beschäftigt und selbst zwei kleine und eine grosse Kuhglocke hergestellt.

Auf die Idee, mit Glocken zu arbeiten, sei sie schon vor drei Jahren gekommen. «Ich wusste, dass ich etwas Handwerkliches und Landwirtschaftliches machen will», erklärt die Unterschächerin. Da sei es nahe gelegen die Kuhglocke zum Thema ihrer Maturaarbeit zu machen. Im Verlaufe des Jahres hat Nadin Bissig drei Glocken hergestellt. Die zwei Kleineren zu Übungszwecken, diese möchte sie als Erinnerungsstücke behalten. Die Grössere war ihre Hauptarbeit. Die grosse Glocke soll natürlich auf dem familieneigenen Betrieb im Schächental Verwendung finden. Wenn aber jemand auch die kleineren Glocken unbedingt möchte, wird sie auch diese verschenken.

«Ich hätte lieber nur das Handwerkliche gemacht»

Die Herstellung der Kuhglocken alleine sei nicht extrem aufwendig gewesen. «Ich habe pro Glocke etwa einen Tag gearbeitet», erklärt Bissig. Weil dies weniger ist, als der Aufwand, der normalerweise für eine praktische Arbeit betrieben wird, kam ein grösserer theoretischer Teil zur Herkunft der Kuhglocke aus China hinzu. «Sonst hätte ich lieber nur das Handwerkliche gemacht», so die Maturandin. Sie hat ihre Präsentation gestern erfolgreich abgelegt.

Webseiten von Skigebieten untersucht - Samuel Bissig

Gute Webseiten erstellen, das sieht auf den ersten Blick sehr kompliziert aus. Samuel Bissig widerspricht dem jedoch: «Heute gibt es sehr viele gute Programme, bei denen nur der Text eingefügt werden muss.» Dies sei auch der Grund, weshalb er entgegen seinen Erwartungen zusätzlich zur eigenen Webseite noch Webseiten von Skigebieten analysiert habe.

Ausgangspunkt seiner Arbeit war das Skigebiet Gitschenen. Dieses wird von seinem Grossvater geleitet. Deshalb durfte er dessen Webseite gestalten. Bevor er mit dieser Arbeit begann, suchte Samuel Bissig nach den Kriterien einer «guten Webseite». Aufgrund diesen verglich er die Onlineauftritte verschiedener Skigebiete der Zentralschweiz, vor allem aus Uri. «Die allgemeine Qualität der Webseiten ist relativ gut», so Bissig.

Teurere Webseiten sind nicht unbedingt besser

Ein Aspekt, der den Maturanden speziell interessiert habe, seien die aufgewendeten finanziellen Mittel gewesen. Er stellte sich die Frage: «Sind die Webseiten von grösseren Skigebieten, mit mehr finanziellen Mitteln unbedingt besser?»

Dies konnte er aber verneinen. «Ich habe verschiede kleinere Skigebiete mit Andermatt verglichen», erläutert der Maturand. Er habe festgestellt, dass die teureren Webseiten zum Teil sogar schlechter waren. «Oft sind Profiwebseiten unübersichtlich», sagt er.

Hinweis
Die Präsentation der Maturaarbeit von Samuel Bissig findet morgen um 18.20 Uhr im Kollegi Altdorf statt.

Elektrovelo mit Allradantrieb gebaut - Andri Zgraggen

Als hobbymässiger Velorennfahrer hat Andri Zgraggen reichlich mit den Zweirädern zu tun. Auch neue Trends, wie das Elektrovelo lassen ihn nicht kalt. Er stellt sich seit Beginn der Entwicklung die Frage, ob es möglich ist, ein Velo mit «Allradantrieb» zu bauen. Herkömmliche Elektrovelos haben entweder vorne oder hinten einen Motor eingebaut. Das kommt auf die Fahrgewohnheiten der Bevölkerung an. «In Holland ist es sehr beliebt mit Rücktritt zu fahren, deshalb ist er dort vorne eingebaut, hier ist es umgekehrt», erklärt der Maturand.
Um das Velo zu bauen, hat Andri Zgraggen die Einzelteile des Armeevelos 93 benutzt. So habe er die Freiheit, das Velo so zu konstruieren, wie er es wollte. «Mir war es wichtig, dass ich beide Motoren individuell steuern kann», so Zgraggen. Das sei vor allem für die Testfahrten für die Arbeit von Bedeutung gewesen. So konnte er die Leistung der einzelnen Motoren messen.

Elektrovelo bisher nur testweise benutzt

Die Hauptunterschiede eines Elektrovelos mit einem Motor zu einem mit zwei Motoren seien die doppelte Leistung und das verbesserte Fahrgefühl. Dies sei vor allem in den Kurven merklich. Vor Abschluss der Maturaarbeit hat der Maturand das Velo nur zu Testzwecken gebraucht, um Beschädigungen zu verhindern. Nun wird er es auch sonst verwenden. «Das Velo ist vollständig fahrtüchtig», so Zgraggen.

Hinweis
Die Präsentation der Maturaarbeit von Andri Zgraggen findet heute Abend um 20 Uhr im Kollegi Altdorf statt.

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