Uri
Mehr Frauenpower in der Landeskirche

Mit der Erstfelderin Heidi Jauch wurde erstmals eine Frau zur Präsidentin des Grossen Landeskirchenrats bestimmt. Sie präsidierte bisher die Finanzkommission.

Urs Hanhart
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Am Mittwoch nahm Dekan Daniel Krieg im Rahmen eines kleinen Gottesdienstes in der Kirche Bruder Klaus in Altdorf die feierliche Vereidigung der Mitglieder des Grossen Landeskirchenrats der Römisch-Katholischen Landeskirche Uri vor. 18 der insgesamt 40 Kirchgemeindevertreter waren erstmals dabei. Vorgängig wurde coronabedingt ebenfalls im Gotteshaus die konstituierende Versammlung des Kirchenparlaments abgehalten.

Heidi Jauch wurde zur Präsidentin des Grossen Rats gewählt. Das ist ein Novum in der Geschichte der Landeskirche Uri.

Heidi Jauch wurde zur Präsidentin des Grossen Rats gewählt. Das ist ein Novum in der Geschichte der Landeskirche Uri.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 9. Juni 2021)

Gunthard Orglmeister hofft auf «lebendige» Legislatur

Geleitet wurde diese zunächst vom Präsidenten des Kleinen Landeskirchenrats, Gunthard Orglmeister. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich in der kommenden vierjährigen Legislatur möglichst alle Mitglieder aktiv einbringen sowie «lebendige, offene und konstruktive, aber auch kritische Diskussionen» stattfinden werden. Bei den Wahlen kam es zu einer Premiere: Mit der Erstfelderin Heidi Jauch wurde erstmals eine Frau zur Präsidentin des Grossen Rats bestimmt. Sie hatte zuvor die Finanzkommission präsidiert.

In ihrer kurzen Antrittsrede betonte die neue Vorsitzende: «In Zukunft sehe ich die Notwendigkeit einer verstärkten Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, um die Leistungen der Kirche für die Gesellschaft aufzuzeigen.» Zum Vizepräsidenten wurde Reinhard Walker, Gurtnellen, gewählt, und zur Stimmenzählerin Margrit Bissig, Bauen. Die Finanzkommission setzt sich neu wie folgt zusammen: Josef Gisler, Altdorf (Präsident); Frieda Steffen, Andermatt (Vizepräsidentin); Oswald Tresch, Schattdorf; Heinz Vonesch, Seelisberg; und Sibylle Zurfluh, Attinghausen.