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URI: Museumskonzept zeigt Chancen auf

Vertreter der Urner Museen haben ein gemeinsames Konzept verabschiedet. Es zeigt auf, welche Chancen, aber auch Risiken in den nächsten Jahren warten. Zu reden gab auch die Erlebnis-App «Sqwiss».
Remo Infanger
Hatten an der Museumskonferenz einiges zu bereden: (von links) Beat Jörg, Valeria Pagani, Martin Weiss, Josef Schuler und Karl Baumann. (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 25. Januar 2018))

Hatten an der Museumskonferenz einiges zu bereden: (von links) Beat Jörg, Valeria Pagani, Martin Weiss, Josef Schuler und Karl Baumann. (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 25. Januar 2018))

Remo Infanger

redaktion@urnerzeitung.ch

«Wir blicken auf intensive und zugleich fortschrittliche Jahre zurück», so der Altdorfer Arzt Karl Baumann, der seit 2012 die Urner Museumskonferenz präsidiert. Zum siebten Mal fand diese am Donnerstagabend im Haus für Kunst in Altdorf statt.

«Gerade in den vergangenen Jahren konnte man einige Meilensteine für die Urner Museumslandschaft setzen», sagte Josef Schuler, Leiter des Amts für Kultur und Sport. Mit dem Sasso San Gotthardo etwa stiess ein grosser Anbieter zu den Museen, bei welchem man sich während des Gotthardjahrs 2016 über steigende Besucherzahlen freute. Auch die umfassende Renovation und interaktive Neugestaltung des Tell-Museums in Bürglen sei ein wichtiger Schritt für die Verbreitung des «Tellmythos» gewesen. «Seit dem Lehrplan 21 ist die Geschichte des Nationalhelden zudem fester Bestandteil des Lehrmittels an Schulen geworden», so der Kulturbeauftragte.

Nachfolgerfrage als Herausforderung

Im Zentrum der Konferenz stand auch die Verabschiedung des neugestalteten «Museumskonzepts 2017 bis 2025», das von einer Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr erstellt wurde. Dieser umfangreiche Bericht biete unter anderem eine Basis für die Schaffung rechtlicher Grundlagen für die Kulturförderung.

In der Arbeitsgruppe mitgewirkt hat die Altdorferin Valeria Pagani. Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Universität Luzern setzte sie sich mit Schwierigkeiten und Chancen der Urner Museen auseinander. «Synergiepotenzial sehe ich beispielsweise in der Zusammenarbeit untereinander, sei es mit anderen Kulturbetrieben, mit dem Tourismus oder den Medien», erklärte sie. Die Altdorferin erkennt aber auch Gefahren für die Museen: «Eine Herausforderung besteht bei der Regelung von Nachfolgen.» So sei es wichtig, dass man das Problem anerkennt und junge Leute früh miteinbezieht. «Diese sollen auch Verantwortung übernehmen dürfen und ihre Ideen und Innovationen miteinbringen können, wie etwa in Themen der Digitalisierung oder der sozialen Medien», so Pagani.

App bringt Uris Schätze näher

Zu reden gab auch eine Smartphone-App namens «Sqwiss». Der Erfinder des Erlebnisspiels, Martin Weiss, Filmschaffender und Sachbuchautor, stellte das innovative Projekt vor: «Mit der App wollen wir auf spielerische Weise das kulturhistorische Erbe von Uri Jung und Alt näherbringen», so Weiss. Beim Smartphone-Spiel gehe es darum, dass Murmeltiere dort aus virtuellen Löchern schlüpfen, wo die natur- und kulturhistorischen Schätze liegen. «So kann man beispielsweise mit der Handykamera um die Burgruine in Attinghausen laufen und schauen, wie sie früher ausgesehen hat», erklärte Weiss. Mit verschiedenen Quizfragen und Kurzfilmen sammle man Punkte, die man in Preise umtauschen könne.

Mit zuversichtlichen Worten beendete Bildung- und Kultur­direktor Beat Jörg die Konferenz. «Im Verhältnis zur Einwohnerzahl verfügt Uri über eine bemerkenswerte Dichte an Museen», sagte der Regierungsrat. Sowohl quantitativ als auch qualitativ stehe die Urner Museumslandschaft jener der restlichen Schweiz in nichts nach. Trotz dieser Leistung sei es aber wichtig, am Ball zu bleiben.

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