Uri
EWA gibt sich neuen Namen

Die Umfirmierung des Elektrizitätswerks Altdorf wurde an dessen online übertragener Generalversammlung angenommen: Das Traditionsunternehmen heisst neu EWA – Energie Uri.

Simon Zollinger
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Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung (links), und Urs Meyer, Verwaltungsratspräsident von EWA – Energie Uri.

Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung (links), und Urs Meyer, Verwaltungsratspräsident von EWA – Energie Uri.

Bild: PD

«Die Vereinheitlichung von Unternehmensmarke und Firmenname schafft eine logische Einheit», sagte Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, gemäss einer Medienmitteilung des EWA vom Mittwochabend den zugeschalteten Aktionären. Damit sei der neue Legalname deckungsgleich mit der Unternehmensmarke. Und erklärte: «‹EWA› – das ist unsere Herkunft, ‹Energie Uri› steht für die Zukunft und schliesst das gesamte Kantonsgebiet ein. ‹Energie Uri› verdeutlicht auch den kantonalen Versorgungsauftrag gemäss Isenthalerkonzession sowie die Weiterentwicklung als Energiedienstleister und strategischer Energiepartner des Kantons Uri.»

Der Aufwand für die Umbenennung sei verhältnismässig gering, erklärt der Kommunikationsbeauftragte Othmar Bertolosi auf Nachfrage: «Sichtbar ist der neue Name schon länger. Wir machten das Rebranding mit dem neuen Logo 2020.» Der Aufwand nun beschränke sich mehrheitlich auf die Namensänderung in Briefschaften und im Web.

Verwaltungsratspräsident Urs Meyer hatte die Generalversammlung mit Positivem vom vergangenen Geschäftsjahr begonnen: Er blickte auf die Einweihung des Kraftwerks Schächen und die Inbetriebnahme im Erstfeldertal zurück und berichtete vom Baustart beim Kraftwerk Palanggenbach. Diese drei Kraftwerke seien wichtig und wertvoll für die Urner Stromproduktion. In den letzten zehn Jahren habe die EWA – Energie Uri zusammen mit ihren Partnern insgesamt rund 134 Millionen Franken in neue Kraftwerke investiert. Mehr als drei Viertel der Investitionen blieben in Uri, heisst es in der Mitteilung. Die neuen Kraftwerke generierten auch Steuern und Wasserzinsen; letztere hätten gar um 50 Prozent zugenommen.

Potenzial der bestehenden Infrastruktur besser nutzen

Mit Ausnahme des Kraftwerks Meiental sind zurzeit keine weiteren neuen Kraftwerke in Uri geplant. Trotzdem gebe es auch in Zukunft Potenzial für die Urner Wasserkraft, und zwar mit bestehenden Kraftwerken: Aktuell und in naher Zukunft stünden zahlreiche Neukonzessionierungen bei bestehenden Kraftwerken an, etwa in Lucendro. Dieses Kraftwerk möchten die Urner stärker nutzen und dessen Wertschöpfung nach Uri bringen. Dafür und zur Vertiefung der Partnerschaft haben der Kanton Uri, die CKW und EWA – Energie Uri vergangenen Dezember eine Vereinbarung unterzeichnet.

Der Kanton Uri erhält schrittweise eine höhere Beteiligung an EWA – Energie Uri und partizipiert so künftig deutlich stärker an der Urner Energiewirtschaft. Und dies «erst noch bei wesentlich weniger Aufwand und Risiken für den Kanton Uri», wie das Unternehmen schreibt. Stark am Kommen seien auch die integrierten Gesamtenergielösungen mit CO2-freier Energieversorgung dank «URstrom» und erneuerbarer Wärme und Kälte.

Das Unternehmensergebnis fürs vergangene Geschäftsjahr bezeichnet die EWA-Geschäftsleitung «trotz anspruchsvollem Marktumfeld und trotz Coronapandemie» als solid. Die Gesamtleistung überstieg mit 101,7 Millionen Franken Umsatz erstmals die 100-Millionen-Schwelle.

Doppelrochade im EWA-Verwaltungsrat

Verwaltungsratspräsident Urs Meyer verabschiedete in der Generalversammlung zwei seiner Kollegen und dankte für Arbeit und Engagement: Urs Kälin ist Ende Jahr als Gemeindepräsident von Altdorf zurückgetreten und tritt damit auch aus dem EWA-Verwaltungsrat aus. Isidor Baumann scheidet altershalber aus. Die Aktionärinnen und Aktionäre wählten neu Pascal Ziegler, Altdorf, und Marion Isabella Klein, Meggen, zu Verwaltungsräten.