URI: Neue Strasse im Urner Talboden

Für die Volksabstimmung Ende Jahr über die West-Ost-Verbindung (WOV) arbeitet die Baudirektion die Variante Querung aus. Dabei wird die WOV den Schächen queren, und zwar mit einer Brücke auf dem Ruag-Areal.

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Für die West-Ost-Verbindung wird nun eine Variante Querung ausgearbeitet. (Bild: Archiv Urs Hanhart / Neue UZ)

Für die West-Ost-Verbindung wird nun eine Variante Querung ausgearbeitet. (Bild: Archiv Urs Hanhart / Neue UZ)

Seit genau einem Jahr laufen die Planungsarbeiten für die West-Ost-Verbindung (WOV), früher bekannt unter dem Namen Schächenspange. Wie die Baudirektion Uri am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen Monaten mögliche Linienführungen vertieft auf ihre Machbarkeit hin untersucht.

Nach eingehender Prüfung bereitet die Baudirektion Uri nun die sogenannte Variante Querung für die Volksabstimmung Ende 2014 vor. Die Variante Querung führt vom Kreisel Wysshus Ost durch das Industrieareal Ruag und schliesst im Bereich der Coop-Tankstelle an die Gotthardstrasse in Schattdorf an.

Wie es der Name sagt, wird die WOV den Schächen queren, und zwar mit einer Brücke im Ruag-Areal. Die Variante Querung zeichnet sich dadurch aus, dass sie den Interessen der Anwohner, der Natur sowie der Firmen auf dem Industrieareal bestmöglich Rechnung trägt.

Möglichst wenig Auswirkungen für Bewohner

Die Auswirkungen für die Anwohner entlang der WOV werden auf ein Minimum beschränkt. Dafür werden zusätzliche Investitionen in den Lärmschutz getätigt. Entlang der WOV werden die gesetzlichen Vorgaben zur Luft- und Lärmbelastung eingehalten.

Die Variante Querung nimmt auch Rücksicht auf den als besonders wertvoll eingestuften Schächenwald. So werden die Voraussetzungen geschaffen, damit die Bevölkerung das heute gesperrte Waldstück künftig als Naherholungsgebiet nutzen kann. Ein Nutzungskonzept für den Schächenwald ist bereits ausgearbeitet.

Streckenabschnitt im Geschiebesammler

In den nächsten Wochen wird die Baudirektion an der Konkretisierung der Variante Querung arbeiten. Dazu gehört, dass die neue Strasse auf einem Teilstück durch den bestehenden Geschiebesammler geplant wird. Auf diese Weise kann der bestehende Damm als natürlicher Sicht- und Lärmschutz wirken. Ausserdem können alle privaten Wohnhäuser erhalten bleiben, und die Distanz zu den umliegenden Privatliegenschaften wächst. Der Hochwasserschutz bleibt auch bei einer Linienführung durch den Geschiebesammler gewährleistet.

pd/zim