URI: Neue Vereinbarung zwischen Spitex und Kanton

Der Kanton Uri und der Verein Spitex Uri haben eine neue langfristige Leistungsvereinbarung abgeschlossen. Damit ist gewährleistet, dass die Krankenpflege zu Hause auch weiterhin auf dem gesamten Kantonsgebiet erbracht wird.

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Regierungsrätin Barbara Bär und Toni Brücker, Präsident Verein Spitex Uri mit der neuen Leistungsvereinbarung. (Bild: PD)

Regierungsrätin Barbara Bär und Toni Brücker, Präsident Verein Spitex Uri mit der neuen Leistungsvereinbarung. (Bild: PD)

In Uri sind gemäss dem Gesetz über die Langzeitpflege die Gemeinden für die Sicherstellung der stationären Langzeitpflege (Pflegeheime) für ihre Bevölkerung zuständig. Die ambulante Langzeitpflege (Spitex) muss hingegen der Kanton sicherstellen. Der Kanton will aufgrund des gesetzlichen Versorgungsauftrags eine fachgerechte und bedarfsorientierte Hilfe und Pflege zu Hause für alle Urner Einwohner auf dem gesamten Kantonsgebiet gewährleisten. Er hat daher mit dem Verein Spitex Uri eine umfassende und langfristige Leistungsvereinbarung (Programmvereinbarung) abgeschlossen, wie er am Freitag mitteilt.

Folgende Leistungen werden im Auftrag des Kantons durch die Spitex Uri erbracht und damit auch durch den Kanton mitfinanziert:: Krankenpflege zu Hause (Erwachsene und Kinder), Haushilfe, Familienhilfe, Tagesheim, Mahlzeitendienst, Mütter- und Väterberatung, Beratung und Information.

Bei der Spitex Uri arbeiten rund 100 Personen. Sie leisten im Jahr zirka 50'000 Einsatzstunden im Bereich der Krankenpflege sowie der Haus- und Familienhilfe. Das Tagesheim für Betagte (1'300 Betreuungstage pro Jahr) und der Mahlzeitendienst (2'000 Mahlzeiten pro Jahr) werden durch die Pro Senectute Uri sichergestellt. Diese Leistungen werden in einem separaten Vertrag zwischen der Pro Senectute Uri und der Spitex Uri geregelt. Die Spitex Uri bietet auch allen Urnern kostenlose Beratungen und Informationen «rund um die Pflege und Betreuung zu Hause» an. Auch werden pro Jahr zwei Fachangestellte Gesundheit bei der Spitex ausgebildet. Damit leistet die Spitex Uri einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Berufsnachwuchses.

Einen Teil der anfallenden Kosten der Spitex Uri werden durch die Krankenversicherungen (fixe Beiträge pro Pflegestunde) und die Klientinnen und Klienten (Patientenbeteiligung) finanziert. Der Kanton übernimmt die Restkosten und entschädigt den Verein Spitex Uri mit rund 3,1 Mio. Franken pro Jahr (Budget 2015). Die Spitex Uri hilft aber auch Kosten zu sparen. Ihre Leistungen führen dazu, dass Eintritte in Spitäler und Pflegeheime verzögert werden können, oder Austritte aus dem Spital früher möglich sind.

Die bisherige Vereinbarung mit der Spitex Uri war bis 31. Dezember 2014 befristet. Mit dem Abschluss der neuen Leistungsvereinbarung ist gewährleistet, dass die Spitex Uri auch weiterhin eine qualitativ hochstehende Leistungserbringung auf dem gesamten Kantonsgebiet sicherstellen kann. Der Kanton ist überzeugt, dass er mit dem Verein Spitex Uri auch weiterhin auf einen effizienten und kompetenten Vertragspartner zählen kann.

red

Hinweis: Weitere Infos auf www.spitexuri.ch