URI: Neues Heizwerk reizt Uris Holzware aus

Das in Schattdorf geplante grosse Holzheizwerk für Dätwyler Rubber und Ruag löst ein Problem im Urner Wald. Für weitere Heiz-Grossprojekte ist nun aber der Holzvorrat im Urner Wald ausgereizt.

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Forstwart Patrick Gisler beim Rüsten eines Baumstamms im Schattdorfer Wald. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Forstwart Patrick Gisler beim Rüsten eines Baumstamms im Schattdorfer Wald. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Beat Annen freut sich, dass Dätwyler Rubber und Ruag bald mit Holz statt Öl heizen: «Die geplante Holzheizung der beiden Industriebetriebe löst von einem Tag auf den andern ein Problem im Urner Wald», sagt der Vorsteher des Amts für Forst und Jagd. Bisher transportierten die Waldarbeiter beim Holzen meist nur die guten Baumstämme ab. «Das», so Annen, «hatte vor allem finanzielle Gründe.» Denn: Äste und Holz minderer Qualität konnte man nicht verkaufen. Also blieb es im Wald liegen und vermoderte. Weil es zu viel davon hatte, musste das Material zum Teil sogar entsorgt werden.

Holz muss nicht getrocknet werden
Was bisher unnütz im Wald zurück blieb oder für die Entsorgung Geld kostete, soll jetzt etwas einbringen. Die neue Heizanlage im Schattdorfer Industriegebiet kann auch aus Ästen und minderwertigem Holz Wärme gewinnen. Dies machen in der neuen Heizanlage moderne Filter möglich. Und weil das Material vorgängig nicht speziell getrocknet werden muss, spart das erst noch Kosten für die Zwischenlagerung.

Für Grossanlagen ist mit dem neuen Holzheizwerk im Schattdorfer Industrieareal das Angebot aus dem Urner Wald ausgeschöpft.  Anders sieht es für den Privatbereich aus. Bei den steigenden Ölpreisen fassen immer mehr Eigenheimbesitzer eine Holzheizung ins Auge. «Wer statt mit Öl mit Holz heizen will, kann das machen», sagt Annen. «Da braucht man sich keine grauen Haare wachsen zu lassen. Für den Privatbereich hat es im Urner Wald noch genug Holz.»

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung