URI, NID- UND OBWALDEN: Der Naturpark verzögert sich um ein Jahr

Der Naturpark Urschweiz kann frühestens im Frühjahr 2010 Realität werden. Nutzniesser des Parks wären in erster Linie der Tourismus und die Landwirtschaft.

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Das Gebiet des geplanten Parks umfasst Regionen dreier Kantone. (Grafik Janina Noser/Neue LZ)

Das Gebiet des geplanten Parks umfasst Regionen dreier Kantone. (Grafik Janina Noser/Neue LZ)

Der geplante Regionale Naturpark im Gebiet Urner Reusstal und Engelbergertal soll «Naturpark Urschweiz» heissen. Dies gaben am Mittwoch die Projektverantwortlichen bekannt, die das Projekt erarbeiten. Die Namensgebung war durch einen öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb zu Stande gekommen. Der Gewinner ist Roland Fürstenberger aus Stans. «Der Name ist mir ganz spontan eingefallen», sagte Fürstenberger. Margrit Kopp, Co-Präsidentin des Projektausschusses, begründete die Wahl damit, dass der prägnante Name sofort mit der Region verbunden werde.

Der Naturpark Urschweiz könnte im Frühling 2010 Realität werden. Dies ist rund ein Jahr später als bisher geplant. Der Bund hatte ursprünglich angekündigt, dass er nur Parkprojekte mitfinanziere, die bis spätestens Januar 2009 beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) eingereicht seien. Doch die Situation hat sich nun grundlegend geändert: «Der Bund hat nun diese Frist aufgehoben», sagt der Gurtneller Philipp Sicher, der den Projektausschuss als Co-Präsident leitet.

Veranstaltungen in den Dörfern
Dadurch gewinnen die Verantwortlichen des Naturparks Urschweiz, die ebenfalls unter sehr grossem Zeitdruck standen, mehr Spielraum. Sie werden nun die Eingabe beim Bund erst im Januar 2010 einreichen. «Unsere Projektausarbeitung wäre zwar problemlos bis Januar fertig geworden», glaubt Philipp Sicher.

«Dennoch können wir die gewonnene Zeit sehr gut brauchen», betont er. «Viele Leute haben noch immer Angst, dass wir einen Nationalpark anstreben», sagt Sicher. «Wir müssen die Bevölkerung jetzt vom Projekt überzeugen und bei der Planung einbeziehen.» Denn schliesslich wird die Bevölkerung, immer vorausgesetzt dass der Bund den Finanzierungskredit im Januar 2010 überhaupt spricht, über eine Realisierung abstimmen. Deshalb seien in den kommenden Monaten diverse Informationsveranstaltungen in den dreizehn betroffenen Gemeinden geplant.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.