URI: Pro Juventute Uri steht vor dem Aus

Mit Pro Juventute Uri ist jetzt Schluss. Zu gross waren die Belastungen für die Ehrenamtlichen. Zudem gab es Differenzen zwischen dem Urner Vorstandspräsidenten und der Schweizer Stiftung. Vermutlich müssen Urner Institutionen deshalb bald auf Direktzahlungen verzichten.

Anian Heierli
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Schüler lernen bei einem Projekt von Pro Juventute den richtigen Umgang mit Handy, Internet und Sozialen Netzwerken. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ (Archiv))

Schüler lernen bei einem Projekt von Pro Juventute den richtigen Umgang mit Handy, Internet und Sozialen Netzwerken. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ (Archiv))

Der Verein Pro Juventute hat offiziell die Auflösung bekannt geben. Zu gross waren die Differenzen zwischen den Urnern und dem Schweizer Dachverband der Stiftung. Vermutlich kommt es deshalb in Zukunft zu finanziellen Konsequenzen. Denn momentan bleibt offen, ob es weiterhin Direktzahlungen an einzelne Institutionen geben wird, heisst es von Seiten der Stiftung.

«Wir waren nur Handlanger»

Bislang hat der unabhängige Verein Pro Juventute Uri selber Geld gesammelt und damit Urner Institutionen und Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützt. «Die Ludothek hat jährlich Summen im vierstelligen Bereich erhalten», sagt Konrad Berger, Präsident von Pro Juventute Uri. «Doch für den Dachverband sind wir nur Handlanger und Befehlsempfänger. Deshalb ist jetzt Schluss.» Diese Vorwürfe stossen bei der Stiftung auf Unverständnis. Die kantonalen Vereine würden völlig eigenständig operieren.