Uri rechnet 2021 mit 7,9 Millionen Defizit

Weniger NFA-Zahlungen, höhere Ausschüttungen der Nationalbank und Corona widerspiegeln sich im Kantonsbudget 2021. Die Investitionen erreichen mit den Grossprojekten im kommenden Jahr einen Peak.

Florian Arnold
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Die Coronakrise macht sich auch im Urner Kantonsbudget 2021 bemerkbar. So wird etwa mit weniger Steuereinnahmen von den Unternehmen gerechnet und auch mit einem geringeren Anstieg bei den Steuern der natürlichen Personen. Hinzu kommen verschiedene Mehraufwände etwa für das Kantonsspital, die Pandemiebekämpfung oder die Wirtschaftsförderung. Trotz allem bezeichnet Finanzdirektor Urs Janett das Budget als gut. Denn dieses fällt mit einem Defizit von 7,9 Millionen unter dem Strich 1,3 Millionen besser aus als der Voranschlag des laufenden Jahres (-9,2 Millionen).

Urner Kantonsbudget

(in Mio. Franken) Budget 2021 Budget 2020 Rechnung 2019 Abweichung B21/B20
Erfolgsrechnung
Total Aufwand 439.5 429.3 414 10,2
Total Ertrag 431.6 420.1 420.8 11,5
Gesamtergebnis -7.9 -9.2 6.8 1,3
Investitionsrechnung
Investitionsausgaben 99.1 94.9 58.3 4,2
Investitionseinnahmen 30.2 31.2 27.1 –1
Nettoinvestitionen 68.9 63.7 31.2 5,2
Finanzierung
Nettoinvestitionen -68.9 -63.7 -31.2 5,2
Selbstfinanzierung -0.7 -4 26.9 3,3
Selbsfinanzierungssaldo -69.6 -67.7 -4.3 –1,9
Kennzahlen
Selbstfinanzierungsgrad -1.1% -6.3% 86.3%

Der Aufwand beläuft sich im Budget 2021 auf 439,5 Mio. Franken. Das sind 10,2 Mio. Franken oder 2,4 Prozent mehr als im Budget 2020. Das sind die wesentlichen Abweichungen:

  • Globalbilanzausgleich an Gemeinden (plus 4,7 Mio.): Aufgrund
  • Fonds Prämienverbilligung, Kantonsbeitrag (plus 4,5 Mio.)
  • Baulicher Unterhalt Kantonsspital Uri (plus 1,4 Mio.)
  • Förderprogramm Energie Uri, Einlage (plus 1,3 Mio.)
  • Fonds Förderprogramme Energie Uri (plus 1,3 Mio.)
  • Fonds Wirtschaftsförderung (plus 0,7 Mio.)
  • Planmässige Abschreibungen (plus 0,6 Mio.)
  • Bekämpfung übertragbarer Krankheiten (plus 0,6 Mio.)
  • Wirtschaftsförderung, Einlage (plus 0,6 Mio.)
  • Gemeindeprojekte (plus 0,5 Mio.) im Zusammenhang mit der Gemeindefusion Seedorf-Bauen.
  • Beteiligung an COVID-19-Kosten Kantonsspital Uri (plus 0,4 Mio.) 
  • Gewässerunterhalt (plus 0,4 Mio.)
  • Beitrag an Gemeinden für die Pflegefinanzierung (minus 2,6 Mio.)
  • Beiträge an Gemeinden (minus 2,2 Mio.)
  • Spitalbehandlungen ausserkantonal (minus 1,2 Mio.)
  • Spitalbehandlungen innerkantonal (minus 0,7 Mio.)
  • Unterhaltsarbeiten Seelisbergerstrasse (minus 0,7 Mio.)
  • Planmässige Abschreibungen Investitionsbeiträge (minus 0,7 Mio.)
  • Auf zahlreichen weiteren Positionen resultieren Mehraufwendungen in der Höhe von 1,3 Mio. Franken.

Der Ertrag beläuft sich im Budget 2021 auf 431,6 Mio. Franken. Das sind 11,5 Mio. Franken oder 2,7 Prozent mehr als im Budget 2020. Die wesentlichen Abweichungen sind:

  • Anteil Ertrag Nationalbank (plus 5,7 Mio.)
  • Fonds Prämienverbilligung, Kantonsbeitrag (plus 4,5 Mio.)
  • Wasserzinsen und Entschädigungen (plus 1,5 Mio.)
  • Fonds Förderprogramme Energie Uri (plus 1,3 Mio.)
  • Fonds Wirtschaftsförderung (plus 0,7 Mio.)
  • Anteil LSVA Hauptstrassen (plus 0,7 Mio.)
  • Anteil an Mineralölsteuerertrag und Strassenverkehrsabgaben (plus 0,4 Mio.)
  • Ressourcenausgleich Bund (minus 3,1 Mio.)
  • Kantonale Steuern (minus 1,1 Mio.)
  • Ertrag direkte Bundessteuer (minus 0,5 Mio.)
  • Auf zahlreichen weiteren Positionen resultieren Mehrerträge in der Höhe von 1,4 Mio. Franken.

Das Investitionsbudget 2021 rechnet mit Ausgaben von brutto 99,1 Mio. Franken beziehungsweise netto 68,9 Mio. Franken. Das sind netto 5,2 Mio. Franken mehr als im Investitionsbudget 2020. Das sind die wichtigsten Ausgaben:

In den Bau des Kantonsspital sollen im kommenden Jahr 32 Millionen fliessen.

In den Bau des Kantonsspital sollen im kommenden Jahr 32 Millionen fliessen.

Bild: Florian Arnold / Urner Zeitung
  • Kantonsspital Uri (netto 32,0 Mio.)
  • Strassenbau (netto 19,5 Mio.)
  • Depoträume Staatsarchiv / Kantonsbibliothek (netto 3,2 Mio.)
  • Hochwasserschutz (netto 2,6 Mio.)
  • Erneuerung Betriebsbauten Kantonsstrassen (netto 2,0 Mio.)
  • Öffentlicher Verkehr (netto 2,0 Mio.)
  • Forst (netto 1,4 Mio.)
  • Landwirtschaft (netto 1,3 Mio.)