URI: Regierung will in der Hochschulpolitik mitreden

Uri soll auch als nicht Universitätskanton bei der Koordination der Hochschulpolitik zwischen Bund und Kantonen mitreden und mitentscheiden können. Der Regierungsrat beantragt dem Parlament den Beitritt zum Hochschulkonkordat, wie er am Donnerstag mitteilte.

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Mit einem Beitritt sichere sich Uri eine Mitsprache in der Schweizerischen Hochschulkonferenz, schreibt der Urner Regierungsrat. Die Mitsprache im Gremium sei zwar marginal, dennoch könnten darin Grundsatzentscheide wie etwa zur künftigen Finanzierung der Hochschulen fallen.

Ein Abseitsstehen könne so gedeutet werden, dass Uri kein Interesse an einem funktionierenden Hochschulwesen in der Schweiz habe, schreibt die Regierung weiter.

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hatte das neue Konkordat im letzten Sommer verabschiedet. Inhaltlich wird es von dem von den eidgenössischen Räten 2011 beschlossenen Hochschulförderungs- und koordinationsgesetz bestimmt.

Für Studierende ändert sich nichts

Das Konkordat sieht als Organe der Hochschulpolitik eine Plenarversammlung und einen Hochschulrat vor. Im Hochschulrat sollen neben den zehn Universitätskantonen vier weitere Kantone vertreten sein.

Am Zugang und der Finanzierung der Urner Studierenden zu den Universitäten, pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen ändert sich durch das Konkordat nichts. Die Mitgliedschaft kostet den Kanton Uri 900 Franken pro Jahr.

Das Hochschulkonkordat tritt in Kraft, wenn ihm mindestens 14 Kantone, darunter acht Universitätskantone, beigetreten sind. Volk und Stände hatten 2006 in einer Abstimmung entschieden, dass der Bund und die Kantone gemeinsam für eine koordinierte Hochschulpolitik sorgen sollen. (sda)