URI: Regierung will keine eigene Bäuerinnenschule

Angehende Bäuerinnen aus dem Kanton Uri sollen ihre Ausbildung weiterhin an einer Schule ausserhalb des Kantons absolvieren. Die Urner Regierung ist vor allem aus finanziellen Gründen gegen die Wiedereröffnung einer eigenen Bäuerinnenschule.

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Die Ausbildung zur Bäuerin ist für Urnerinnen weiterhin nur ausserkantonall möglich. (Bild: Keystone)

Die Ausbildung zur Bäuerin ist für Urnerinnen weiterhin nur ausserkantonall möglich. (Bild: Keystone)

Der Urner Regierungsrat lehnt eine Parlamentarische Empfehlung von Landrätin Frieda Steffen (CVP) ab, wie er in seiner am Dienstag veröffentlichen Antwort schreibt. 1996 wurde die Bergheimatschule Gurtnellen wegen Schülermangels geschlossen.

Die Räume der leerstehenden Schule würden sich nach wie vor für eine Ausbildung zur Bäuerin respektive zum bäuerlichen Haushaltleiter eignen, heisst es in der Antwort der Regierung. Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sei jedoch angesichts der unsicheren Nachfrage, der Kosten und organisatorischer Schwierigkeiten mit grossem Risiko verbunden.

Urnerinnen und Urnern absolvieren die berufsbegleitende bäuerliche Ausbildung an mehreren landwirtschaftlichen Bildungszentren in der Zentralschweiz und ausserhalb. Dank Abkommen besuchen sie die Schulen zu gleichen Bedingungen wie Schüler der Standortkantone.

Landrätin Frieda Steffen begründet ihren Vorstoss damit, dass schweizweit eine grosse Nachfrage für die Ausbildung zur Bäuerin feststellbar sei. Zudem sei im Sommer 2013 die Bäuerinnenschule des Klosters Fahr AG geschlossen worden.

(sda)