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URI: Regionales Sportzentrum in Uri ist vom Tisch

In Uri ist die Idee für ein regionales Sportzentrum im unteren Reusstal vom Tisch. Der Landrat hat eine entsprechende Motion abgeschrieben. Gefördert werden sollen aber Fussballplätze.
Das untere Reusstal in Uri soll mit einer neuen Strasse entlastet werden. (Archivbild) (Bild: Kari Kempf)

Das untere Reusstal in Uri soll mit einer neuen Strasse entlastet werden. (Archivbild) (Bild: Kari Kempf)

Der Landrat nahm am Mittwoch mit 41 gegen 18 Stimmen Kenntnis von einem Bericht mit Standortstudie für ein regionales Sportzentrum im unteren Reusstal. Darin sieht die Regierung derzeit keinen Bedarf für ein solches Zentrum. Sie nahm darum mögliche Standorte nicht in den Richtplan auf.

Die Mehrheit im Rat teilte die Meinung der Regierung. Ein solches Zentrum in der Grösse von rund 40'000 Quadratmetern würde viel Kulturland benötigen und hohe Kosten bis zu 16 Millionen Franken verursachen, sagte Max Baumann (SVP). Zudem hätten einige Vereine inzwischen eigene Zentren gebaut.

Nina Marty (SP/Grüne) erklärte, dass Sport nicht gesundheitsfördernd sei, wenn ein grösseres Sportzentrum hauptsächlich mit dem Auto besucht werde. Die Vernehmlassung unter den Gemeinden habe zudem keinen dringenden Handlungsbedarf ergeben.

Die FDP hingegen argumentierte, mit verdichtetem Bauen werde Kindern teilweise die Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen in Quartieren genommen. Sie verlange nicht, dass rasch ein Sportzentrum realisiert werde, sagte Cornelia Gamma (FDP). Es gehe darum, sich die Option für ein späteres Zentrum im Richtplan offen zu halten.

Die FDP wollte die Motion ihres ehemaligen Landrats Markus Holzgang für ein regionales Sportzentrum nicht abschreiben lassen. Das Plenum erledigte das Geschäft jedoch mit 34 gegen 23 Stimmen und 2 Enthaltungen.

Kantonskredite für Fussballplätze

Weiter sprach sich der Landrat dafür aus, dass der Kanton die Umrüstung von Fussballplätzen von Natur- auf wetterfestere Kunstrasenfelder mit Krediten aus der Staatskasse finanziell unterstützt. Mit 32 gegen 26 Stimmen bei 1 Enthaltung erklärte das Parlament eine Motion von Toni Gamma (FDP) für erheblich. Die Regierung muss nun gegen ihren Willen eine entsprechende Kreditvorlage ausarbeiten.

Weil zu wenig geeignete Plätze bestünden, müssten Trainings ausfallen oder Spiele verschoben werden, sagte Toni Gamma (FDP). Da die Mittel im Sportfonds beschränkt seien, seien für die Umrüstung der Fussballplätze zusätzliche Mittel nötig. Claudia Gisler (CVP) sagte, das Problem fehlender Fussballplätze solle endlich gelöst und nicht zwischen Kanton, Gemeinden und Clubs hin- und hergeschoben werden.

Der Regierungsrat lehnte den Vorstoss aus ordnungs- und finanzpolitischen Gründen ab. Die Bereitstellung von genügend Sport- und Freizeitanlagen sei Aufgabe der Gemeinden und Vereine, sagte Regierungsrat Beat Jörg (CVP). Die Regierung wollte die Umrüstung von Fussballplätzen nur auf Gesuch hin finanziell unterstützen und sah dafür bis 2019 rund 1,5 Millionen Franken vor.

Christoph Schillig (SP/Grüne) warnte vergeblich davor, der Landrat schaffe mit der Unterstützung von Fussballplätzen ein Präjudiz. Pascal Blöchlinger (SVP) sagte, der Kanton könne sehr wohl Projekte fördern, müsse dabei aber nicht den Lead übernehmen (sda)

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