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URI: Rütli-Pistolenschiessen: Auftakt vor 81 Jahren

Am 80. Historischen Rütli-Pistolenschiessen vom 15. Oktober werden 100 Sektionen mit 904 Schützen um die begehrten Becher kämpfen. Festredner ist der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind.
Paul Gwerder
Die Organisatoren sind für die 80. Auflage des Pistolen-Rütlischiessens gerüstet. (Bild: Paul Gwerder (Rütli, 16. Oktober 2016))

Die Organisatoren sind für die 80. Auflage des Pistolen-Rütlischiessens gerüstet. (Bild: Paul Gwerder (Rütli, 16. Oktober 2016))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Schon 1873 gab es auf dem Rütli ein Revolverschiessen. Nachdem die Armee 1872 mit dem Ordonnanzrevolver (Kaliber 10,4) ausgerüstet wurde, gab es die Möglichkeit, auch mit der Faustfeuerwaffe auf dem Rütli zu schiessen. Man gab zwölf Schüsse auf eine Distanz von 20 Metern ab. Eine ausserordentliche Generalversammlung der Rütlisektion Uri beschloss im Jahr 1912 nach lebhafter Diskussion, kein Pistolenschiessen mehr durchzuführen.

Geburtsstunde ist der 18. Oktober 1936

Als eigentliche Geburtsstunde des heute unter dem Namen «Historisches Pistolen-Rütlischiessen» bekannten Grossanlasses kann der 18. Oktober 1936 bezeichnet werden. Auf Wunsch zahlreicher Schützenfreunde ergriff der Pistolenclub Altdorf die Initiative, ein Freundschaftsschiessen auf der historischen Rütliwiese durchzuführen. An diesem denkwürdigen Sonntag versammelten sich 51 Schützen aus den Sektionen Altdorf, Arth-Goldau, Beckenried, Engelberg und Stans zum Freundschaftsschiessen der Urschweizer Pistolenschützen erstmals auf dem Rütli. Die Trägerschaft des Historischen Pistolen-Rütlischiessens gibt sich heute den Namen «Vereinigte Stammsektionen der Pistolen-Rütlischützen» und setzt sich aus sechs Sektionen zusammen: Pistolenschützen Altdorf-Erstfeld, Pistolenschützen am Rigi, Pistolenclub Beckenried, Pistolenclub Engelberg, Pistolenclub Stans und Schützengesellschaft Zofingen.

Bei der 80. Austragung vom Sonntag, 15. Oktober 2017, werden über 900 Schützinnen und Schützen um die begehrten Becher kämpfen: Das Historische Pistolen-Rütlischiessen hat sich inzwischen zu einem der beliebtesten und traditionsreichsten Schiessen mit dazugehörendem gesellschaftlichem Anlass entwickelt. Organisiert wird dieser Anlass von den Pistolenschützen Altdorf-Erstfeld. In einer der vielen Ablösungen haben die Schützen Gelegenheit, auf eine der 40 Rütlischeiben zu schiessen.

Schüsse werden kommandiert abgegeben

Das 50-Meter-Programm bein­haltet traditionsgemäss 15 Schüsse auf die Ordonnanzscheibe B, mit einem 10-Zentimeter-Kreis als Fünfer. Die Schüsse werden kommandiert abgegeben: zuerst drei Schüsse Seriefeuer in einer Minute, dann sechs Schüsse Seriefeuer in zwei Minuten und am Schluss sechs Schüsse Seriefeuer in einer Minute. Das Programm kann ein- oder zweihändig geschossen werden.

Für die 80. Auflage konnten total 100 Sektionen berücksichtigt werden, darunter die vereinigten Stammsektionen. Hinzu kommen sechs ständige Gastsektionen und 88 weitere Sektionen. Neue Sektionen, die dieses Jahr um den Rütlibecher schiessen können, sind: Rivera, Unione Tiratori Rivera Monte Ceneri, Offiziersgesellschaft Zug und Société de tir Pistolet et Petit-Calibre Domdidier. «Leider musste das OK auch dieses Jahr wieder 55 Gruppen eine Absage erteilen, da die Kapazitäten voll ausgeschöpft sind», sagte der Ressortleiter Schiesskomptabilität, Christian Simmen. Begleitet werden die Schützen von ungefähr 600 Fans, die für das leibliche Wohl sorgen.

Für die Schützenfamilie ist das Schiessen schier Nebensache, das Gesellige ist vielfach wichtiger. Schon vor dem Mittag haben viele Sektionen einen Grill aufgestellt, darauf wird von Bratwürsten bis zum Spanferkel alles grilliert. An anderen Tischen werden Fleischspezialitäten geschnitten, und ein feiner Kaffeeduft weht durch die Luft.

Rund 100 Funktionäre und Helfer im Einsatz

OK-Präsident des neunköpfigen Gremiums ist zum letzten Mal Nationalrat Beat Arnold. Beruhigend für den OK-Präsidenten ist, zu wissen, dass er auf ein eingespieltes Helferteam zählen kann. Ungefähr 100 Funktionäre bemühen sich um eine reibungslose Organisation, darunter etwa 20 Kinder von der Pfadi Seedorf, die als Kleber und Schreiber im Einsatz stehen werden.

An der farbenfrohen Schützengemeinde, die um 15 Uhr beginnt, werden die Geheimnisse rund um die Schiessresultate gelüftet. Als Festredner konnte der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gewonnen werden. Zudem werden wiederum zahlreiche Vertreter aus Militärkreisen und viele Ehrengäste erwartet. Die Seedorfer Blaskapelle wird die musikalische Umrahmung beim Absenden wieder übernehmen.

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