URI: SBB will Standort Erstfeld nicht aufgeben

Die SBB will ihr Lokpersonaldepot in Erstfeld nicht aufgeben. Sie stationiert dort ab Dezember 17 Lokführer für den Personenverkehr. Sie sollen auf S-Bahn- und Fernverkehrszügen zum Einsatz kommen.

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Lokdepot Erstfeld: Hier werden weiter Lokführer stationiert werden. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Lokdepot Erstfeld: Hier werden weiter Lokführer stationiert werden. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Grund ist das Fahrplankonzept am Gotthard mit Erstfeld als Umsteigeort. Der Aufbau des neuen Depots sei vor dem Hintergrund von Kostenüberlegungen und einer klaren Zuordnung des Lokpersonals zu einem Depot getroffen worden, teilten die SBB, der Kanton Uri und die Gemeinde Erstfeld am Mittwoch mit. Geplant sei zudem, den Stellenetat in den kommenden Jahren leicht zu erhöhen.

Mit dem Aufbau des neuen Depots fällt der angekündigte Stellenabbau am SBB-Standort in Erstfeld weniger stark aus als angekündigt. Ursprünglich hiess es, dass mit der Schliessung des Lokführerdepots von SBB Cargo per 2017 und der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels von total 200 Stellen in Erstfeld rund 60 wegfallen würden.

Der Entscheid für den Erhalt eines Lokführerdepots sei für den Eisenbahnstandort sehr positiv, heisst es in der Mitteilung. Zuvor hatte sich eine von der Volkswirtschaftsdirektion Uri initiierte Projektgruppe aus Gemeinde-, Kantons- und SBB-Vertretern für den Erhalt von Bahnarbeitsplätzen bemüht.

Erstfeld ist ein historischer Lokführerstandort der SBB. Mit einer Reform 1999 wurde das Depot der Division Cargo zugeteilt. Seitdem unternehmen die dortigen Lokführer immer wieder auch Touren für den Personenverkehr.

sda