URI: Schwinger Imhof geht neue Wege

Als erster Schwinger absolviert Andi Imhof die Berufstrainerausbildung. Als Vollzeittätigkeit sieht er den Trainerjob aber nicht.

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Andi Imhof beim Training im Schwingkeller in Bürglen. (Bild Urs Hanhart)

Andi Imhof beim Training im Schwingkeller in Bürglen. (Bild Urs Hanhart)

Samuel Feller, technischer Leiter beim Eidgenössischen Schwingerverband (ESV), spricht im Zusammenhang von Imhofs Ausbildung von einem Meilenstein. «Es ist wichtig, dass wir Trainer auf hohem Niveau haben, die unseren Sport kennen.» Im Ausdauer- und Kraftbereich arbeiten die Topschwinger schon heute mit Spitzentrainern zusammen. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation zwischen dem Schwingerkönig Matthias Sempach und dem Kraftspezialisten und früheren Coach von Kugelstoss-Weltmeister Werner Günthör, Jean Pierre Egger.

Feller erklärt dazu, diese Trainer hätten selber jedoch keine Vergangenheit im Sägemehl. «Sie sorgen für topfite Athleten, aber ein schwingtechnisches Manko bleibt bestehen.»

In Magglingen, wo Imhof den einjährigen Lehrgang absolviert, studiert er unter anderem zusammen mit Kursteilnehmern aus dem Tennis oder dem Fussball. Nach Abschluss der Ausbildung kann sich Imhof vorstellen als Trainer tätig zu sein. Hauptberuflich will er aber weiterhin als Metallbau-Konstrukteur arbeiten.

Sven Aregger