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URI: Seelisberger sind erleichtert

Der Regierungsrat hat einen Asylausschuss eingesetzt und verzichtet vorläufig auf eine Gruppenunterkunft in Seelisberg. Dort ist man froh darüber und bietet Hand.
Daniel Regli
Im Hotel Löwen hätte die Asylunterkunft eingerichtet werden sollen. Nun wird das Projekt sistiert. (Bild: Keystone)

Im Hotel Löwen hätte die Asylunterkunft eingerichtet werden sollen. Nun wird das Projekt sistiert. (Bild: Keystone)

Daniel Regli

Die Urner Regierung beschloss gestern an ihrer ersten Sitzung nach den Sommerferien, dass sie das Projekt einer Gruppenunterkunft für Asylsuchende im Hotel Löwen in Seelisberg «einstweilen sistiert». Der Regierungsrat will nun das Vertrauen wieder herstellen: Unter der Leitung eines externen Mediators soll die Situation am runden Tisch aufgearbeitet werden. Mit dabei sind Vertreter von Kanton, der Gemeinde Seelisberg und der IG Vernünftige Asyllösung für Seelisberg sowie des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Letzteres hat vom Kanton einen Leistungsauftrag für die Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden im Kanton Uri.

Landammann leitet Ausschuss

Der Urner Regierungsrat schreibt in der gestern veröffentlichten Medienmitteilung, dass er gemeinsam mit den Gemeinden und dem SRK «Konzepte und Massnahmen zur Entwicklung von genügend Unterbringungsmöglichkeiten» schaffen wolle. Ziel sei es, einvernehmliche Lösungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden zu finden. Zu diesem Zweck hat die Regierung einen internen Asylausschuss eingesetzt. Diesem Gremium gehören Landammann Beat Jörg (Vorsitz), Sozialdirektorin Barbara Bär und Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti an.

«Positive Entwicklung»

Im offiziellen Seelisberg wird der regierungsrätliche Entscheid mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. «Das ist für unsere Gemeinde eine positive Entwicklung in die richtige Richtung», sagt Gemeindepräsident Karl Huser auf Anfrage unserer Zeitung. Um aber keine «Schnellschüsse» zu produzieren, wolle er momentan nicht mehr zu diesem Thema sagen. «Wir haben am Mittwochabend die erste Gemeinderatssitzung nach einer hektischen Zeit und werden dort das weitere Vorgehen besprechen.»

IG wird nun Hand bieten

Ein ausführlicheres Statement zum Entscheid der Urner Regierung gab gestern hingegen Christoph Näpflin ab. Er ist der Medienverantwortliche der Interessengemeinschaft (IG) Vernünftige Asyllösung für Seelisberg. Näpflin betonte, dass die Hoffnung in den Urner Regierungsrat erfüllt worden sei: «Wir sind erleichtert, dass es jetzt einen Marschhalt gibt und die Urner Regierung mit uns gemeinsam nach Lösungen suchen will.» Dazu werde die IG nun wie versprochen Hand bieten. «Wir möchten mithelfen und unseren Anteil übernehmen», erklärte Näpflin. Gleichzeitig unterstrich er, dass es «beim Thema Asylunterkunft aber nur eine Lösung im Sinne einer Gesamtschau für den Kanton Uri» geben könne. «Genau so, wie es nun Landammann Beat Jörg aufgegleist hat.»

Klare Absage für «Löwen»

Hinsichtlich einer Gruppenunterkunft im Hotel Löwen bleibe die Position der IG jedoch unverändert: «Dort ein Asylzentrum zu führen, ist nach wie vor keine Option. Aber jetzt sind wenigstens die Voraussetzungen geschaffen, dass man wieder vernünftig miteinander sprechen kann.»

Ein schaler Nachgeschmack bleibe aber zurück: «Wir haben eine Demokratie, und man kann mit Gemeinden nicht so umgehen. Im kleinen Uri geht es nur miteinander», ist für IG-Sprecher Näpflin klar.

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