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URI: Seine Bilder entstehen in luftiger Höhe

Freileitungsmonteur Oliver Iseli arbeitet so hoch oben, wo sich andere nie hintrauen würden. Mit seiner Kamera hält er aktuell den Neubau einer Hochspannungsleitung im Urner Reusstal fest und gewährt dadurch einen speziellen Einblick in seinen Alltag.
Oliver Iseli (oben) fotografiert seine Kollegen bei der Arbeit in einer Höhe von bis zu 90 Metern über Boden. (Bild: PD (Altdorf, März 2018))

Oliver Iseli (oben) fotografiert seine Kollegen bei der Arbeit in einer Höhe von bis zu 90 Metern über Boden. (Bild: PD (Altdorf, März 2018))

Sie arbeiten in schwindelerregender Höhe und ziehen die Blicke vieler Urner auf sich. Freileitungsmonteure erstellen aktuell im Urner Talboden neue Hochspannungsleitungen und bauen alte Masten zurück. Denn die Netzgesellschaft Swissgrid und die SBB legen ihre Leitungen entlang der A2 zusammen. Dadurch gibt es Platz, damit sich der Talboden westlich des Kantonsbahnhofes entwickeln kann.

Während viele Leute bereits beim Zuschauen weiche Knie bekommen, ist die Arbeit in luftiger Höhe für Oliver Iseli aus Flüelen Alltag. «Man darf da oben aber dennoch den Respekt nie verlieren», sagt der Bauleiter. Er und seine Arbeiter seien mehrfach gesichert. Nur bei starkem Föhn, bei Gewitter oder wenn es Eis auf den Masten hat, müssen sie am Boden bleiben. «Wir sind ja nicht lebensmüde. Wenn wir uns an die Vorschriften halten, kann nicht viel passieren», sagt Iseli. «Ein Forstwart lebt gefährlicher.»

Iseli hält als begnadeter Hobbyfotograf seinen Arbeitsalltag mit der Kamera fest. Er dokumentiert mit seinen Bildern nicht nur das Projekt, sondern gewährt dadurch auch einmaligen Einblick in seine Arbeit. «Ich habe das Glück, tagtäglich spezielle Sujets einzufangen», sagt er. «Zudem können wir stets eine tolle Aussicht geniessen.»

Iseli kontrolliert Leitungen in der halben Schweiz

Ursprünglich lernte Iseli, der in Thun und Richterswil aufgewachsen ist, Elektromonteur. Als er aber als Teenager einmal Freileitungsmonteuren bei der Arbeit zusah, war er so fasziniert, dass er sich gleich bewarb. «Klettern war damals ein grosses Hobby von mir», sagt er. «Somit konnte ich Hobby und Beruf verbinden. Doch ich merkte schnell, dass es auf einem Masten luftiger ist als in einer Felswand.»

Seit über dreissig Jahren baut und kontrolliert der 52-jährige Alpiq-Mitarbeiter Hochspannungsleitungen in der halben Schweiz – oft im Gebirge. So hat es ihn vor 27 Jahren auch in den Kanton Uri verschlagen, wo er seine Frau kennen lernte. «Dass ich vor meiner Haustüre ein Projekt leiten darf, ist für mich speziell. Gerade auch weil ich die Leitung so gut kenne.» (eb)

www.

Mehr Bilder und ein Video von Oliver Iseli gibt es unter: www.urnerzeitung.ch/bilder

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