URI: Seit 50 Jahren steht in Sisikon eine neue Kirche

Mit einem Geschichtsvortrag des Historikers Hans Stadler sowie einem Jubiläumsfesttag feiert die Kirchgemeinde das 50-jährige Bestehen der Kirche St. Josef.

Georg Epp
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Die alte Kirche kurz vor dem Abbruch im Jahr 1967 – der Turm blieb erhalten. (Archivbild: Markus Fischlin)

Die alte Kirche kurz vor dem Abbruch im Jahr 1967 – der Turm blieb erhalten. (Archivbild: Markus Fischlin)

Anfang Juli 1966 beschloss die Kirchgemeinde Sisikon, die über 500-jährige kleine Pfarrkirche Ägidius durch einen Neubau zu ersetzen. Besonders der Bahnlärm, die Bevölkerungsgrösse und eine nachkonziliäre Aufbruchstimmung gaben den Ausschlag für den Neubau. Doch der Kirchturm aus dem Jahre 1447, der auch heute noch das Dorfbild prägt, sollte unbedingt erhalten bleiben.

Am 21. Juli 1968 wurde das neue Gotteshaus mit dem heiligen Josef als Kirchenpatron eingeweiht. Die Bänke wurden im Halbrund um den Altar angeordnet, die moderne Kirche war damals eine der ersten Kirchen schweizweit in diesem neuen Geist. In diesem Jahr feiert die Bevölkerung von Sisikon nun das 50-jährige Bestehen der Kirche St. Josef. Am Samstag, 14. April, durchleuchtet der Attinghauser Historiker Hans Stadler in der Pfarrkirche die Geschichte der Pfarrei Sisikon. Markus Fischlin wird dabei das Archiv und den wertvollen Kirchenschatz präsentieren.

Als erste Kaplanei von der Mutterpfarrei gelöst

Bereits im Jahre 1387 löste sich Sisikon – wohl wegen seiner Abgeschiedenheit – als erste der vielen Kaplaneien von der Mutterpfarrei Altdorf ab und wurde zu einer eigenständigen Pfarrei. Die Abkurungsurkunde aus dem Jahre 1387 wird im Vortrag von Hans Stadler im Mittelpunkt stehen. Kirchenratspräsidentin Priska Bucheli freut sich, mit den Pfarreiangehörigen in die Vergangenheit zurückzuschauen und spannende Geschichten der Dorfkirche von früher zu erfahren. Sie freut sich auch, die beiden Jubiläumsanlässe noch mit Pfarrer Notker Bärtsch feiern zu können. Denn er wird ab August 2018 neu im schwyzerischen Altendorf als mitarbeitender Priester wirken.

Festtag mit Predigt, Musik und Mittagessen

Mit einem Festgottesdienst am 24. Juni beginnt der eigentliche Jubiläumsfesttag. Daniel Krieg, Dekan des Dekanates Uri, wird den Gottesdienst und die Predigt halten.

Im Flugblatt, das in die Sisiger Haushalte verschickt wurde, schreibt Pfarrer Notker Bärtsch: «Ein Jubiläum wie ‹50 Jahre neue Pfarrkirche Sisikon› kann eine Pfarrei nur feiern, weil sich zu jeder Zeit Menschen in diese Gemeinschaft eingebracht haben und auch heute noch einbringen.» Musikalisch umrahmt der Gospelchor Uri unter der Leitung von Christof Tschudi den Festgottesdienst. Anschliessend ist ein Mittagessen im Festzelt der Quai-Anlage vorgesehen. Auch hier sind musikalische Einlagen durch die Musikgesellschaft Sisikon und die Ländlermusik mit Sepp Albert und Erwin Gisler geplant.

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Sowohl der Vortrag vom 14. April als auch die Predigt vom 24. Juni beginnen um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef.