Uri setzt auf Vorwärtsstrategie

Der Urner Regierungsrat will bis 2016 sieben Projekte prioritär umsetzen, um den Kanton vorwärts zu bringen. Der finanzielle Handlungsspielraum dazu ist aber klein, wie er am Montag mitteilte.

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Der Um- bzw. Neubau des Kantonsspitals in Altdorf ist nur einer der grossen Brocken, deren Bewältigung anstehen. (Bild: Archiv / Neue UZ)

Der Um- bzw. Neubau des Kantonsspitals in Altdorf ist nur einer der grossen Brocken, deren Bewältigung anstehen. (Bild: Archiv / Neue UZ)

Der Regierungsrat stellte der Öffentlichkeit sein Regierungsprogramm und seinen Finanzplan vor. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes gehe es Uri gut. Damit es so bleibe, müsse der Kanton seine Stärken weiter entfalten.

Die Kantonsregierung setzte sich für die nächsten Jahre acht strategische Ziele. Uri solle selbstbewusst auftreten und ein verlässlicher Partner sein. Er will attraktiver Wohn- und Wirtschaftskanton sein. Das Bildungssystem ist ihm wichtig.

Uri hat ein wirtschaftliches Zentrum im unteren Reusstal und einen nachhaltigen Tourismus im Urserental und am Vierwaldstättersee. Der Kanton soll mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen sein und gute Anschlüsse nach Norden und Süden haben.

Die politischen Strukturen sollen zweckmässig sein. Der Kanton nimmt den Klimawandel ernst und schützt, auch wegen den Naturgefahren, die Umwelt. Uri solle gesellschaftlich, sozial und kulturell herausragend sein.

Sieben prioritäre Projekte

Um diese Ziele zu erreichen, listet das Programm 64 Massnahmen auf. Sieben Projekte haben für den Regierungsrat aber Priorität. Ein Stillstand würde bei diesen Vorhaben einen Rückschritt bedeuten, begründete er deren Wichtigkeit. Es handelt sich um

  • den Um- und Neubau des Kantonsspitals
  • die Positionierung des Entwicklungsschwerpunktes Urner Talboden
  • das regionale Verkehrskonzept
  • die Neue Regionalpolitik
  • das Tourismusresort Andermatt
  • die Gemeindestrukturreform
  • und die Vorbereitung der Sanierung des Gotthardstrassentunnels.


Die Realisierung der Projekte werde mit enormen zusätzlichen Kosten verbunden sein, schreibt der Regierungsrat. Es werde eine grosse Herausforderung sein, dies neben den ordentlichen Staatsaufgaben zu finanzieren. Der Handlungsspielraum sei klein.

sda/kst