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Uri soll seine Gesamtenergie überprüfen

Statt stärkere Beteiligungen an Wasserkraftanlagen anzustreben soll sich der Kanton eine höhere Beteiligung am EWA überlegen. Dies ist einer der Vorschläge in einem Postulat zur Wasserkraftnutzung in Uri.
Bruno Arnold
Das Kraftwerk der Elektrizitätswerk Altdorf AG in Bürglen. (Symbolbild UZ)

Das Kraftwerk der Elektrizitätswerk Altdorf AG in Bürglen. (Symbolbild UZ)

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat im Februar 2018 eine von der Energiekommission des Nationalrates in Auftrag gegebene Studie zur Rentabilität der Schweizer Wasserkraft publiziert. «Die Untersuchung bestätigt die seit geraumer Zeit schwierige wirtschaftliche Situation der am freien Strommarkt abzusetzenden Wasserkraftproduktion», sagte der Schattdorfer CVP-Landrat Franz Christen am Mittwoch bei der Begründung seines diesbezüglichen Postulats «Gesamtenergiestrategie Uri – Wasserkraftnutzung».

Gestehungskosten nicht mehr gedeckt

Christen betonte, dass die Wasserkraft in den vergangenen Jahren wegen der gesunkenen Strompreise auf den europäischen Strommärkten unter wirtschaftlichen Druck geraten sei. Heute könne ein relevanter Anteil der schweizerischen Wasserkraftwerke die Gestehungskosten nicht mehr decken. Auch wenn die tiefen Strompreise aufgrund des weiterhin erzielbaren Beitrags an die hohen Fixkosten unmittelbar keine Ausserbetriebnahmen zur Folge hätten, belaste der enorme Kostendruck die Instandhaltung und Erneuerung der Anlagen.

Aufgrund der aktuellen Situation ersucht Christen den Regierungsrat, «Bericht zu erstatten wie die Wasserkraftnutzung im Kanton Uri weiterverfolgt werden soll». Dabei sollen folgende Themen und Fragen behandelt respektive beantwortet werden:

  • Gesamtenergiestrategie Uri 2013. Grundsätzlich soll eine Überprüfung der aktualisierten Gesamtenergiestrategie Uri 2013 bezüglich Massnahmen der Wasserkraftnutzung vorgenommen werden.
  • Beteiligung an Wasserkraftanlagen. Ist es aus wirtschaftlichen Überlegungen noch zielführend, dass sich der Kanton als Mehrheitsaktionär an neuen Kraftwerken beteiligen will, da es sich klar um ein Hochrisikogeschäft handelt?
  • Energiebezugsrechte. Die Massnahme zur Schaffung einer Verwertungsgesellschaft Urelectra soll grundsätzlich nicht weiterverfolgt werden.
  • Heimfallstrategie. Bei der Heimfallstrategie für neue und bestehende Konzessionen soll eine gemischtwirtschaftliche Strategie angestrebt werden. Im Zentrum sollen nicht nur Bezugsrechte und Beteiligungen stehen, sondern auch umfassende Dienstleistungen, die direkt von Urner Betrieben erbracht werden und eine solide Wertschöpfung für den Kanton Uri bringen.
  • EWA-Beteiligung. Soll sich der Kanton Uri mit der heutigen Beteiligung von 29 Prozent am Aktienkapital des EWA künftig nicht stärker engagieren?

Urner Know-how ist gefragt

Zur Heimfallstrategie ergänzte Christen, dass es im Kanton Uri heute Energieunternehmen gebe, die nicht nur Wasserkraftwerke betreiben, sondern auch neue bauen oder bestehende rundum erneuern würden. «Das Know-how und die Kompetenzen, die sie sich dabei erarbeitet haben, sind gefragt und werden für Kunden in Uri und der ganzen Schweiz erbracht», betonte Christen. Und betreffend EWA-Beteiligung ergänzte der Postulant: «Daraus resultiert für den Kanton auf allen Ebenen ein erheblicher Mehrwert. Somit entstehen auch weniger Risiken als bei Direktbeteiligungen an einzelnen Kraftwerken. Die Wertschöpfungskette würde sich somit im Kanton Uri nachhaltig erweitern lassen.»

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