Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

URI: Sprengung in der Schöllenen ist zu gefährlich

Der Fels an der Schöllenen, der auf die Strasse zu donnern droht, kann nicht gesprengt werden. Wie lange die Strasse zwischen Göschenen und Andermatt gesperrt bleibt, ist weiter unklar.
Der Felssturz auf die Galerie Tanzbein zwischen Göschenen und Andermatt. (Bild Florian Arnold)

Der Felssturz auf die Galerie Tanzbein zwischen Göschenen und Andermatt. (Bild Florian Arnold)

«Eine Sprengung an der Schöllenen kommt nicht in Frage». Das erklärten die Verantwortlichen des Bundesamts für Strassen (Astra) am Montagabend an einer Infoveranstaltung in Andermatt. Das Risiko sei zu gross: «Wir wissen nicht, was hinter dem Felsen liegt», sagte Willy Reck, Projektleiter beim Astra.

Bei einer Sprengung könnte eine unvorhersehbar grosse Menge Fels mitgerissen werden. Der Fels soll demnächst fixiert werden. Danach werden die Räumungsarbeiten fortgesetzt. Wie lange die Strasse gesperrt bleibt, ist weiter unklar. «Wir garantieren, dass die Schöllenenstrasse keine Minute länger gesperrt bleibt als nötig», betonte Richard Kocherhans, Chef der Astra-Filiale Zofingen. «Doch die Sicherheit ist oberste Maxime.»

2500 Tonnen Stein respektive 900 Kubikmeter Fels hatten sich am 20. Mai oberhalb der Schöllenenstrasse gelöst und die Lawinengalerie Tanzenbein beschädigt. Die Situation bleibt gefährlich. Denn am Hang lauern weitere 200 Kubikmeter Fels. «Es besteht die Gefahr von weiteren Steinschlägen», sagte Kocherhans. «Und bei Regen wird die Situation massiv schlechter.»

Signalisation kritisiert

Die Anwesenden interessierten sich vor allem auch für Details des Verkehrsmanagements. Polizeikommandant Reto Habermacher signalisiert, man sei bereit, das Regime bei der Autobahn­einfahrt, welches Einheimischen stündlich den Vortritt lässt, zu verbessern. Man werde prüfen, ob es möglich sei, den heutigen Stundentakt zu erhöhen. Ebenfalls soll die Situation auf der Tessiner Seite verbessert werden. Kritik gab es für die Signalisation «Gotthardpass gesperrt». Diese sei aber aus Sicht der Polizei richtig.

Tourismusdirektor Flurin Riedi appellierte, auf die Erreichbarkeit von Andermatt hinzuweisen. Seitens der Tourismusorganisation wolle man nun das Marketing verstärken und zusätzliche Events durchführen. Einer davon trägt den ironischen Arbeitstitel «Stei­schlag-Fäscht».

zf/rem

An dieser Wand hat sich der Fels lösgelöst. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Die Anrissstelle erhält Besuch: Ein Experte lässt sich am Seil herunter. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Deutlich ist die Stelle sichtbar, an der sich das Gestein gelöst hat. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Diese Gruppe von Felsbrocken ist frühzeitig stecken geblieben. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Ein Gesteinsbrocken im Geschiebe. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Dieser Quader kam im Steilhang zum Stillstand. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Die Steinlawine hat sich ihren Weg gebahnt. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Die Schlangenlinie der Schöllenenstrasse. Das Trassee der Bahn verläuft weiter oben und befindet sich an der fraglichen Stelle in einem Tunnel. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Die Galerie Tanzbein von oben. Sie ist eigentlich zum Schutz vor Lawinen konzipiert, hat aber auch dem Felssturz standgehalten. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Punktlandung: Dieser Felsbrocken füllt präzise den Fahrweg aus. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)
Ganz unverdächtig: Das Stück Fels liegt erst seit vergangenen Mittwoch im Bachbett der Reuss. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Ein Mitarbeiter des Astra in der gesperrten Galerie. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Als Sofortmassnahme wurde die Galerie mit Holzstämmen gestützt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Schöne, rauhe Bergwelt: Hier gibt die Natur den Ton an. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Hier ist fertig: Die Schöllenenstrasse ist gesperrt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Thomas Kloth vom Bundesamt für Strassen (Astra), bei einem Aufgang zum Dach der Galerie. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Thomas Kloth erklärt vor laufender Kamera den Sachverhalt. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
17 Bilder

Nach dem Felssturz in der Schöllenenschlucht

Steine sind auf die Galerie gedonnert. (Bild Astra)

Steine sind auf die Galerie gedonnert. (Bild Astra)

Die Galerie Tanzenbein mit den heruntergefallenen Steinbrocken. (Bild Astra)

Die Galerie Tanzenbein mit den heruntergefallenen Steinbrocken. (Bild Astra)

Die Strasse in der Schöllenen bleibt wochenlang gesperrt. Andermatt ist per Auto nur via Airolo über den Gotthardpass zu erreichen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Die Strasse in der Schöllenen bleibt wochenlang gesperrt. Andermatt ist per Auto nur via Airolo über den Gotthardpass zu erreichen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.