Uri spricht sich für zweisprachiges Gymnasium aus

Der Landrat hat den Bericht über ein zweisprachiges Langzeitgymnasium in Uri mit 57 gegen 0 Stimmen zur Kenntnis genommen. Ein zweisprachiges Gymnasium sei bildungspolitisch sinnvoll und erhöhe die Wohnattraktivität des Kantons, erklärte die Regierung.

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Schüler im Sprachunterricht. In Uri werden die Schulleitungen professioneller. (Bild: Keystone)

Schüler im Sprachunterricht. In Uri werden die Schulleitungen professioneller. (Bild: Keystone)

Altdorf. Die Einführung der zweisprachigen Matura würde bedeuten, dass die Schüler in mindestens drei Sachfächern in der Fremdsprache unterrichtet werden. Die Gesamtzahl der betreffenden Lektionen muss dabei mindestens 800 betragen.

Auslöser für den Bericht war eine Motion von Landrat Markus Holzgang (FDP). Derzeit ist eine schulinterne Projektgruppe daran, die Machbarkeit der bilingualen Maturität vertieft zu prüfen. Die kantonale Mittelschule Uri sowie der Mittelschulrat stehen der Einführung einer bilingualen Maturität positiv gegenüber.

Am Langzeitgymnasium festhalten

Der Landrat nahm mit 51:0 Stimmen einen weiteren Bildungsbericht zur Kenntnis. Dieser befasste sich mit den erwarteten Auswirkungen durch die Aufhebung des Langzeitgymnasiums auf Organisation und Kosten der Urner Bildungslandschaft.

Mit der Abschaffung würden den Gemeinden Mehrkosten von 785'000 Franken entstehen, der Kanton hingegen könnte Einsparungen von 1,9 Mio. Franken machen, heisst es im Bericht.

Die Urner Regierung wollte am Langzeitgymnasium festhalten. Der Wegfall könne sich negativ auf die Wohnortattraktivität auswirken. Die Einführung des Kurzzeitgymnasiums hätte zudem weit reichende Auswirkungen auf die zehn Oberstufenzentren im Kanton Uri.

Einzig die SP/Grüne-Fraktion wünschte sich eine offene Haltung der Regierung gegenüber einer Aufhebung des Untergymnasiums. Die Faktenlage spreche bei weitem nicht nur für eine Beibehaltung des Untergymnasiums, sagte Fraktionssprecherin Beatrice Bünter. (sda)