URI: Steuerstrategie zahlt sich aus

Die steuerliche Situation für natürliche und juristische Personen hat sich in Uri erheblich verbessert. Gerade für Firmen wird der Kanton immer attraktiver.

Florian Arnold
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Wegen neuer Firmen hatte die Steuer- senkung keine gravierende Auswirkung. (Archivbild Neue LZ)

Wegen neuer Firmen hatte die Steuer- senkung keine gravierende Auswirkung. (Archivbild Neue LZ)

Der Kanton Uri ist mit seiner Steuerstrategie auf dem richtigen Weg. Das geht aus dem soeben veröffentlichten Dossier «Schwerpunkte der Finanzdirektion» hervor. Wie in vielen anderen Kantonen konnte die Steuerbelastung in Uri gesenkt werden. Vom Jahr 2013 auf 2014 wurde ein Rückgang von 1,8 Prozentpunkten erreicht – im schweizweiten Vergleich ist das Rang 2 hinter Glarus (-2,1 Prozentpunkte). Heute liegt der sogenannte Steuerausschöpfungsindex von Uri bei 22,1 Prozentpunkten. Damit belegt Uri schweizweit den 7. Platz der tiefsten Steuerbelastungen. Der landesweite Durchschnitt beträgt 26,7 Prozentpunkte.

Auf Niveau der Zentralschweiz

Seit die erste Teilrevision des Steuergesetzes 2007 in Kraft getreten ist, hat sich die steuerliche Situation für natürliche wie auch für juristische Personen erheblich verbessert. Mittlerweile konnte die Steuerbelastung auf das Niveau der Zentralschweizer Kantone angeglichen werden. Die Anpassungen haben gewirkt, wie im Rahmen einer Bachelorarbeit der Universität Luzern aufgezeigt wird. So kann Uri die dritthöchste prozentuale Wachstumsrate bei neu eingetragenen Firmen in der Zentralschweiz ausweisen (Steigerung: 13,4 Prozent). Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum bis 2012.

Gleichzeitig waren die Steuerausfälle weniger gravierend – eben weil neue Firmen angesiedelt werden konnten. Bei den Kapitalgesellschaften wurden 25 Prozent höhere Gewinne erzielt. Die Steuererträge der juristischen Personen für die direkte Bundessteuer sind seit 2007 von 11 auf knapp 13,5 Millionen Franken angestiegen. Seit die Dividendenausschüttung privilegiert besteuert wird, wurden auch wesentlich mehr ausgezahlt.

Feuerwehrsold ist steuerfrei

Seit dem 1. Januar 2014 hat der Regierungsrat in einem Reglement die neue Besteuerung von Lottogewinnen sowie die Steuerbefreiung des Feuerwehrsolds festgelegt. Der Sold, den Feuerwehrleute für ihre Dienste erhalten, wird seither nicht mehr versteuert. Bei der direkten Bundessteuer und den Kantonssteuern können bis 5000 Franken abgezogen werden. Lottogewinne bis 1000 Franken wurden von der Einkommenssteuer und der Verrechnungssteuer befreit. Zwar gelten die Änderungen bereits, sie müssen aber im Rahmen der nächsten Revision noch ins Steuergesetz übernommen werden. Gleichzeitig soll auch die Bestimmung über das Bundesgesetz über die Besteuerung nach dem Aufwand konkretisiert werden. Damit können in Uri wohnhafte Ausländer nach ihrem effektiven Lebensaufwand besteuert werden. Die Regierung will diesbezüglich aber noch die eidgenössische Abstimmung zur Volksinitiative «Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre» abwarten.