Uri stützt Schweizer Entscheide zur AHV-Steuer-Vorlage und den EU-Waffenrichtlinien

Der Kanton Uri sagt insgesamt Ja zur AHV-Steuer-Vorlage sowie zu den EU-Waffenrichtlinien. Letztere führten in einigen Gemeinden jedoch zu einem Nein.

Florian Arnold
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Die Schweiz hat die AHV-Steuer-Vorlage mit weit über 60 Prozent Zustimmung gutgeheissen. Auch im Kanton Uri wurde ein deutliches Resultat zu Gunsten der Vorlage erreicht. Sämtliche Urner Gemeinden sagen Ja. Die Zustimmung liegt insgesamt bei 68,5 Prozent. Die deutlichsten Resultate wurden in Attinghausen (74,1 Prozent Ja-Anteil), Andermatt und Altdorf (je 73,4 Prozent) sowie Flüelen (73,0) und Realp (72,6) erzielt. Knapper wurde es in Gurtnellen (55,9 Prozent Ja-Anteil), Unterschächen (56,9), Wassen (57,3), Bauen (58,5) und Isenthal (58,7).

Zwölf Urner Gemeinden sagen Nein zu Richtlinien

Umstrittener waren hingegen die Anpassungen des Schweizer Rechts an die EU-Waffenrichtlinien. Zwar resultierte für Uri ebenfalls ein Ja – die Urner Bevölkerung stimmte insgesamt mit 56,2 Prozent zu (ohne Ausland-Schweizer) – doch in mehr Gemeinden kam ein Nein zustande. Die Anpassungen nicht gut geheissen haben Attinghausen (47,6 Prozent Ja-Anteil), Bauen (46,3), Göschenen (40,6), Gurtnellen (31,7), Hospental (31,6), Isenthal (44,4), Realp (45,2), Silenen (45,8), Sisikon (38,6), Spiringen (30,5) und Wassen (42,4). In Unterschächen wurde das deutlichste Nein von 77,5 Prozent erreicht. Am deutlichsten Ja sagte Altdorf (68,4 Prozent Ja-Anteil) gefolgt von Flüelen (62,6), Schattdorf (55,3), Andermatt (55,1) und Bürglen (54,9).

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