Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

URI: Tempo 30 in Altdorf: Beschwerde von Anwohnern abgewiesen

Weil sie die Ruhe an der Gitschenstrasse in Gefahr sehen, haben sich Anwohner gegen eine Tempo-30-Zone an der Attinghauserstrasse gewehrt. Vergeblich, wie ein Entscheid des Urner Obergerichts zeigt.
Tempo-30-Zonen geben immer wieder zu reden; nicht nur in Bürglen (Bild), sondern auch in Altdorf. (Bild: (Bild: Florian Arnold, 9. April 2018))

Tempo-30-Zonen geben immer wieder zu reden; nicht nur in Bürglen (Bild), sondern auch in Altdorf. (Bild: (Bild: Florian Arnold, 9. April 2018))

Die Baudirektion und die Einwohnergemeinde Altdorf haben im Mai 2016 Verkehrsbeschränkungen im Dorfzentrum im Amtsblatt publiziert – darunter eine Tempo-30-Zone auf einem Teil der Attinghauserstrasse (wir berichteten).

Dagegen wehrten sich vier Anwohner; zuerst mit einer Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat, dann mit einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Obergericht. Die Anwohner sind überzeugt: Wenn die Tempo-30-Zone umgesetzt wird, weicht der Verkehr auf die Gitschenstrasse aus. Das Gutachten, das im Zusammenhang mit den verfügten Verkehrsbeschränkungen eingeholt worden war, setze sich nicht mit den negativen Auswirkungen auf die Gitschenstrasse auseinander, so die Anwohner (wir berichteten).

Fahrverbot an der Gitschenstrasse gefordert

Sie beantragten, den Beschluss aufzuheben und eventuell ein Fahrverbot oder ein Einbahnregime an der Gitschenstrasse einzuführen.

Der Widerstand blieb erfolglos: Nachdem der Regierungsrat auf die Beschwerde teilweise gar nicht eingetreten war, hat das Obergericht die Verwaltungsgerichtsbeschwerden am 20. April abgewiesen, die amtlichen Kosten in der Höhe von 2745 Franken den Anwohnern auferlegt.

Dass der Regierungsrat auf die Eventualanträge für den Verkehr auf der Gitschenstrasse nicht eingetreten ist, sei nicht zu beanstanden, so das Obergericht; schliesslich fehle es hier an einem Anfechtungsobjekt.

Mehrverkehr sei «keineswegs offensichtlich»

Das Gutachten setze sich sehr wohl mit möglichen Auswirkungen der geplanten Massnahmen auseinander, heisst es im Entscheid weiter. Der Kanton und die Gemeinde würden deshalb auch ein Monitoring durchführen, welches die Folgen für die anderen Strassen aufzeige. Falls sich negative Auswirkungen abzeichneten, würden der Kanton und die Gemeinde Gegenmassnahmen prüfen und gegebenenfalls ergreifen.

Es sei «keineswegs offensichtlich, dass auf der Gitschenstrasse zwingend mit bedeutendem Mehrverkehr zu rechnen wäre», schreibt das Gericht in seinem Entscheid. Abgesehen davon, dass die Verkehrsbeschränkungen zu einem umfassenden Verkehrsentlastungskonzept im Dorfzentrum von Altdorf gehören, sei die Gitschenstrasse aufgrund ihrer Beschaffenheit kaum attraktiv für Automobilisten. «Die breitere Bahnhofstrasse dürfte weiterhin von zahlreichen Automobilisten bevorzugt werden.»

Der Entscheid des Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig und kann beim Bundesgericht angefochten werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.