Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

URI: Tunnelbau wird neu aufgerollt

Die Geschichte des Baus des Bahntunnels durch den Gotthard von 1872 bis 1880 ist verfilmt worden. In Altdorf findet die Zentralschweizer Vorpremiere statt.
Carlos Leal spielt in «Gotthard» die Rolle des Ingenieurs Louis Favre. (Bild: Fernsehen SRF)

Carlos Leal spielt in «Gotthard» die Rolle des Ingenieurs Louis Favre. (Bild: Fernsehen SRF)

Am kommenden Sonntag, 6. November, findet im Cinema Leuzinger in Altdorf die Zentralschweizer Vorpremiere des SRF-Spielfilms «Gotthard» statt. Für den Kanton Uri ist dieser Anlass ein weiteres Element im «Gotthard»-Jahr.

Die Vorführung beginnt um 14 Uhr mit einer kurzen Einführung durch Produzent Lukas Hobi. Der rund drei Stunden dauernde Zweiteiler wird mit einem Apéro abgeschlossen. Zur Vorpremiere wird eine illustre Gästeschar aus Politik, Medien und Gesellschaft in Altdorf erwartet. Für Mitglieder der SRG-Trägerschaft ist eine beschränkte Anzahl Eintrittskarten reserviert.

Ingenieurtechnische Meisterleistung

Der Film erzählt, wie ab 1872 der damals längste Eisenbahntunnel der Welt von Göschenen nach Airolo gebaut wurde – für jene Zeit eine ingenieurtechnische Meisterleistung, die aber viele Opfer forderte und letztlich die moderne Schweiz nachhaltig prägte. Visionäre Unternehmer und Ingenieure wollten den längsten Eisenbahntunnel in Rekordzeit fertigstellen. Deshalb einigten sie sich auf ein besonders riskantes Vorgehen: Sie begannen den Berg von zwei Seiten her gleichzeitig zu durchbohren. Sie vertrauten dabei auf modernste Vermessungstechnik.

Das Schweizer Fernsehen zeigt Teil 1 am Sonntag, 11. Dezember, und Teil 2 am Montag, 12. Dezember, 12.05 Uhr. Im Anschluss an den zweiten Teil wird der «Dok»-Film «Gotthard – Das Jahrhundert-Bauwerk» von Hansjürg Zumstein ausgestrahlt. Darin werden die Hintergründe des Bauwerks aus dem 19. Jahrhundert geschildert. Historikerinnen und Historiker diskutieren die Hintergründe dieses kühnen Bauwerks. Sie sprechen über die verkehrspolitische Bedeutung des Gotthards und über die politischen Folgen der enormen Arbeiterausbeutung während des Baus. Die damaligen Lebensbedingungen sind gut dokumentiert – unter anderem in einem Geheimbericht, den ein Kommissar an den Bundesrat schickte. Der geheime Bericht schildert in drastischen Worten das Leiden der Arbeiter. Erst vor wenigen Jahren entdeckte ihn einer der interviewten Historiker zufälligerweise im Bundesarchiv.

Zurück zum Spielfilm: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schweizer Fuhrmannstochter Anna (Miriam Stein), der deutsche Ingenieur Max (Maxim Mehmet) und der italienische Mineur Tommaso (Pasquale Aleardi). Anna, Max und Tommaso treffen sich in der Goldgräberstimmung der Anfangsjahre, werden durch die knochenharte Arbeit am Bauwerk zusammengeschweisst und durch die Wirren der Liebe und der rasanten technischen Entwicklungen auseinandergerissen. Schliesslich stehen sie sich als Gegner gegenüber. In weiteren Rollen sind Carlos Leal, Max Simonischek, Roeland Wiesnekker, Joachim Król, Marie Bäumer, Anna Schinz und Christoph Gaugler zu sehen. (red.)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.