Uri über Bericht zu Gotthard erstaunt

Die Urner Regierung ist erstaunt über den am Montag publizierten Synthesebericht zu den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels. Der von ihr in Auftrag gegebene Bericht habe wesentliche gravierende Nachteile aufgezeigt.

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Lastwagen beim Nordportal des Gotthard-Strassentunnels in Göschenen. (Bild: Archiv Keystone)

Lastwagen beim Nordportal des Gotthard-Strassentunnels in Göschenen. (Bild: Archiv Keystone)

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hatte in dem Bericht die Auswirkungen von drei Varianten geprüft: Vollsperrung ohne Sommeröffnung für zweieinhalb Jahre, Vollsperrung mit Sommeröffnung während dreieinhalb Jahren sowie Bau einer zweiten Tunnelröhre.

In einer Stellungnahme vom Dienstag zeigt sich die Urner Regierung erstaunt, dass der Bericht keine Aussagen über die wirtschaftlichen Folgen von Sanierungsvarianten mit kürzeren Sperrzeiten mache. Man habe nämlich dem Bund bereits mehrmals erklärt, dass jahrelange Sperrzeiten nicht akzeptiert würden.

Die Urner Regierung beharrt demnach weiterhin auf der Prüfung von Optionen mit kürzeren Sperrzeiten. Diese würden im Bericht zwar aufgezeigt, aber nicht weiter verfolgt, heisst es in der Stellungnahme.

Im übrigen verweist die Regierung auf einen von ihr in Auftrag gegebenen Bericht. Dieser habe ergeben, dass die wirtschaftlichen Nachteile bei den beiden jetzt von Bund präsentierten Sanierungsvarianten gravierender seien als im ASTRA-Bericht vom Montag.

Die Regierung werden den Synthesebericht noch einer genauen Analyse unterziehen und Anfang 2012 detailliert Stellung nehmen. Da sich das Urner Volk deutlich gegen den Bau einer zweiten Röhre ausgesprochen habe, stehe eine solche für die Regierung ausser Diskussion.

sda