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URI: Urner Hebammen sollen 400 Franken Pikettentschädigung erhalten

In Uri sollen freipraktizierende Hebammen für Bereitschaftsdienste bei Hausgeburten und der Wochenbettbetreuung künftig entschädigt werden. Die Regierung schlägt im Entwurf für eine neue Verordnung ab 2018 Entgelte von 400 respektive 200 Franken vor.
Mit der Entschädigung sollen die freipraktizierenden Hebammen in Uri unterstützt und gefördert werden, (Symbolbild: Pius Amrein)

Mit der Entschädigung sollen die freipraktizierenden Hebammen in Uri unterstützt und gefördert werden, (Symbolbild: Pius Amrein)

Hebammen müssen für Schwangere ab der 37. Schwangerschaftswoche rund um die Uhr abrufbar und während der Wochenbettpflege insbesondere in den ersten Tagen in erhöhtem Umfang einsatzbereit sein. In Uri werden sie dafür bislang nicht entschädigt. Das Kantonsparlament hatte sich aber im letzten Sommer für eine Verbesserung der Situation der freipraktizierenden Hebammen entschieden.

Der Regierungsrat schlägt in seinem am Freitag publizierten Entwurf für eine neue Verordnung ab 2018 Entschädigungen aus der Staatskasse vor. So sollen die Urner Hebammen vom Kanton für die Leitung einer Hausgeburt 400 Franken und für die ambulante Wochenbettbetreuung eine pauschale Bereitschaftsentschädigung von 200 Franken erhalten.

Die Wiedereinführung der Bereitschaftsentschädigung verursacht Kosten zulasten des Kantons von mutmasslich rund 60'000 Franken pro Jahr. Die Regelung soll per Anfang 2018 in Kraft treten. Die Vernehmlassung dauert bis Ende Juni.

Die Entschädigung unterstütze und fördere die freipraktizierenden Hebammen in Uri, die ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grundversorgung seien, schreibt der Regierungsrat. Ohne das Wartgeld bestehe die Gefahr, dass die ambulante Wochenbettbetreuung durch Hebammen längerfristig in Uri nicht mehr angeboten werde. Insbesondere in den Talschaften drohe eine Unterversorgung, da die Krankenkassen den Hebammen auch keine Wegzeitentschädigung bezahlten.

Gemäss einer Umfrage bezahlen in neun Kantonen Kanton oder Gemeinden eine Pikettentschädigung. Diese variiert bei der Bereitschaft für eine Hausgeburt zwischen 200 und 650 Franken, bei der Bereitschaft für die Wochenbettbetreuung zwischen 115 und 325 Franken.

Im Kanton Uri kommen pro Jahr rund 320 Kinder auf die Welt, etwa sechs davon bei Hausgeburten. Gegen 80 Prozent der Mütter nehmen eine Wochenbettbetreuung durch Hebammen in Anspruch.

Anlass für die Wiedereinführung der Pikettentschädigung in Uri ist eine Motion von Landrat Toni Moser (SP). Der Landrat erklärte den Vorstoss im August 2016 als erheblich. (sda)

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