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URI: Urner Hoheitszeichen für eine Buchreihe untersucht

Geschichtsforscherin Marion Sauter hat die Hoheitszeichen des Kantons Uri wie Banner, Münzen und Glasscheiben für eine Buchreihe untersucht. Nun wird ein separater Auszug herausgegeben.
Heidi Z’graggen und Buchautorin Marion Sauter begutachten das Werk. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 28.11.2017))

Heidi Z’graggen und Buchautorin Marion Sauter begutachten das Werk. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 28.11.2017))

Ein Blick durch den Bannersaal im Rathaus in Altdorf beweist: Der Uristier kommt in den unterschiedlichsten Varianten daher. Obwohl das Urner Wappen eines der bekanntesten der Schweiz ist, gibt es im Vergleich zu anderen Kantonen keine «heraldische Definition» dafür. Selbst auf den rund 27000 Urner Nummernschildern gibt es unterschiedliche Ausführungen.

In der Urner Kantonsverfassung fehlt ein entsprechender Artikel. Nur die Kantonsverwaltung hat sich auf eine «corporate identity» geeinigt. Bemühungen, eine Definition festzuhalten, seien bisher gescheitert, sagte Justizdirektorin Heidi Zgraggen gestern im Rathaus. Doch dies war nicht der Grund für eine Medienorientierung.

«Dass ein Kanton so viele Banner hat, ist aussergewöhnlich», sagt Geschichtsforscherin Marion Sauter. Dies zeuge auch von der Durchschlagskraft der Urner. Denn die Fahnen wie das Morgarten-, das Sempach- oder das Murten-Banner sind alle nach der Schlacht benannt, in der sie eingesetzt wurden – und von wo sie demnach jeweils unversehrt wieder zurückgebracht wurden. Diese Banner und andere Urner Hoheitszeichen sind in der Bücherreihe «Kunstdenkmäler der Schweiz» festgehalten. Nun wurde ein separates Buch herausgegeben und gestern präsentiert.

Hoheitszeichen dienen der Repräsentation eines Staats. Üblicherweise finden sie sich kurz und knapp im Hauptortband der «Kunstdenkmäler der Schweiz». Doch der Band zu Altdorf war durch die Forschung von Helmi Gasser bereits zu gross. Deshalb sind die Urner Hoheitszeichen im Band «Schächental und unteres Reusstal» untergebracht.

Mit vielen Bildern ausgestattet

Um einem Separatdruck das nötige Gewicht zu geben, wurde der Inhalt zu den Hoheitszeichen ausführlicher gestaltet. Herausgekommen ist ein bilderreiches Kompendium.

Neben den Bannern finden sich im Buch auch bemalte Glasscheiben. Im 16. und 17. Jahrhundert hatte die Schweizer Fertigungstechnik dieser Scheiben in Europa Gewicht. Abgebildet sind Wappen, Harsthornbläser und Bannerherren. Sie wurden mit anderen Kantonen ausgetauscht, um Beziehungen untereinander zu symbolisieren.

Weiter zählen Münzen zu den Hoheitszeichen sowie Geldscheine, die einen Einblick in das ausgehende 19. Jahrhundert gewähren: Damals musste die Urner Ersparniskasse kurzzeitig eigene Geldscheine drucken.

«Die Vielfalt der Urner und Urschner Hoheitszeichen bringt eine abwechslungsreiche wie lesenswerte Übersicht – ein anschauliches Stück Urner Geschichte», schreibt die Regierung in einer Medienmitteilung.

Das Buch «Die Hoheitszeichen des Kantons Uri» von Marion Sauter umfasst 56 Seiten und 50 Abbildungen in Farbe. Es ist für 15 Franken am Schalter der Standeskanzlei im Rathaus Altdorf erhältlich. (zf)

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