URI: «Urner Landrat kann nun ein klares Signal setzen»

Für das Komitee Pro WOV sind die offenen Detailfragen dank der Revision der Vorlage geklärt. Jetzt herrsche die «grösstmögliche Klarheit».

Bruno Arnold
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Eine tägliche Verkehrssituation in Altdorf. Die Schächenspange soll hier Entlastung schaffen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Eine tägliche Verkehrssituation in Altdorf. Die Schächenspange soll hier Entlastung schaffen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Bruno Arnold

Am 19. November 2014 hat sich eine grosse Mehrheit des Landrats für den Bau der West-Ost-Verbindung (WOV) vom Kreisel Wysshus in Attinghausen bis zur
in Schattdorf ausgesprochen. Die vorgeschlagene Linienführung samt Schächenquerung wurde fast ausnahmslos akzeptiert, der Kredit über 19,8 Millionen aber trotzdem an die Regierung zurückgewiesen. Die Landräte forderten detailliertere Angaben zu den Kosten, zur Ausgestaltung und zur zeitlichen Umsetzung der Flankierenden Massnahmen (Flama), aber auch zu den Auswirkungen des WOV-Baus auf alle übrigen Strassenbau- und -unterhaltsprojekte während der WOV-Bauphase.

Diesen Vorgaben des Parlaments ist die Regierung mittlerweile nachgekommen (siehe unsere Zeitung vom 10. April). Der revidierte Kreditantrag wird dem Landrat am 27. Mai vorgelegt. Unter anderem soll auf die Tempo-30-Zone auf der Gotthardstrasse in Schattdorf verzichtet und das Rechts-rechts-System nur auf dem Abschnitt zwischen der Grundgasse und dem Kollegi-Kreisel gelten.

Wesentlicher Beitrag zur Lösung

Für das überparteiliche Komitee Pro WOV genügt das Urner Strassennetz den Anforderungen der modernen Mobilität längst nicht mehr. Zudem erachten die Komiteemitglieder die Verkehrsbelastung in den dicht bewohnten Siedlungsgebieten heute als viel zu hoch. Die WOV sei ein wesentlicher Beitrag zur Lösung dieser Probleme. Die Wortmeldungen im Rahmen der Landratsdiskussion vom vergangenen November hätten klar gezeigt, dass Uri die neue West-Ost-Verbindung brauche und dass die vorgeschlagene Linienführung die bestmögliche Variante sei, heisst es in einer am Wochenende veröffentlichten Medienmitteilung des Komitees. Innert weniger Monate habe die Baudirektion nun auch die offenen Fragen beantwortet, die damals zur Rückweisung geführt hätten.

Mit den Gemeinden kooperiert

«Die Revision hat der Vorlage sehr gut getan», sagt alt Landratspräsident Felix Muheim, der Präsident des überparteilichen Komitees. «Die Baudirektion hat ihre gute Arbeit in den letzten paar Monaten erfolgreich weitergeführt.» Man habe in enger Zusammenarbeit mit den unmittelbar betroffenen Gemeinden Altdorf, Schattdorf und Bürglen gemeinsam Neuerungen und Verbesserungen ins Projekt aufnehmen können. In allen wichtigen Fragen zur WOV und zu den flankierenden Massnahmen herrsche jetzt «grösstmögliche Klarheit». Für Muheim sind die letzten offenen Detailfragen mit der Revision ausgeräumt worden. «Der Landrat kann nun ein klares Signal setzen für die Entlastung der Hauptsiedlungsgebiete im Urner Talboden vom Durchgangsverkehr.»

Für Kanton Uri finanzierbar

«Eine bessere Variante als die jetzt vorliegende ist nicht zu haben», sagt Felix Muheim. «Die aktuelle Vorlage ist der optimale Ausgleich zwischen den Interessen des Wohnkantons Uri, des Wirtschaftsstandorts Uri und des Naturraumes Uri.» Die West-Ost-Verbindung sei verkehrstechnisch richtig, weil sie die Hauptprobleme wirksam löse. Sie sei fair, weil sie weite Teile der Bevölkerung von Lärm und Luftschadstoffen entlaste, ohne im Gegenzug andere Siedlungsgebiete übermässig zu be­lasten. Sie sei aber auch wirtschaftlich nötig, weil sie zusammen mit dem neuen A-2-Halbanschluss Altdorf Süd die Siedlungs- und Industriegebiete zeitgemäss und leistungsfähig an die Autobahn A 2 anschliesse. Und schliesslich sei die WOV auch ökologisch sinnvoll, da sie auf heute stark befahrenen Strassen mehr Raum für den öffentlichen Verkehr und für den Langsamverkehr schaffe. «Nicht zuletzt aber ist die WOV mit geschätzten Gesamtkosten von 19,8 Millionen Franken auch finanzierbar für den Kanton Uri», betont Muheim. «Das Komitee Pro WOV ist daher überzeugt, dass der Landrat die revidierte Vorlage mit grosser Mehrheit zuhanden der Volksabstimmung verabschieden wird und dass sich danach auch die Urner mit grosser Mehrheit hinter die WOV stellen werden.»