Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

URI: Versicherungsobligatorium für Rinder soll fallen

Landwirte sollen für ihre Rinder keine Versicherung mehr abschliessen müssen. Dies schreibt der Regierungsrat zu einer Motion aus dem Landrat. Er begründet dies damit, dass die Versicherungen teuer seien.
Der Urner Regierungsrat lehnt eine entsprechende Motion ab und kommt zum Schluss, dass das Gesetz und das Versicherungsobligatorium aufzuheben sind. (Bild: Keystone)

Der Urner Regierungsrat lehnt eine entsprechende Motion ab und kommt zum Schluss, dass das Gesetz und das Versicherungsobligatorium aufzuheben sind. (Bild: Keystone)

Landrat Alois Arnold (SVP) aus Bürglen wehrt sich in seiner Motion gegen die Aufhebung des Rindviehversicherungsgesetzes und damit gegen das Versicherungsobligatorium. Er verweist auf die Risiken, denen die Tiere ausgesetzt seien. Es wäre schade, wenn wegen der Unfallgefahr Alpweiden nicht mehr bewirtschaftet würden.

Das Gesetz über die Rindviehversicherung ist seit 1971 in Kraft und verpflichtet die Viehhalter dazu, ihre Tiere zu versichern. Der Kanton subventioniert die Versicherung mit 7.50 Franken pro Tier. Der Regierungsrat kommt, gestützt auf die Feststellungen einer Arbeitsgruppe, zum Schluss, dass dieses System heute seine Berechtigung verloren hat, wie er am Montag mitteilte.

Begründet wird dies damit, dass der Verwaltungsaufwand der Versicherung hoch sei. Die Spezialisierung in der Landwirtschaft habe ferner dazu geführt, dass in gewissen Betrieben das Risiko für Tierverluste gesunken sei und sie keinen Bedarf für die Versicherung mehr hätten. Zudem sei der Wert der Tiere heute deutlich tiefer als vor dreissig Jahren.

Gemäss Regierungsrat ist für Betriebe mit tiefen Risiken ein Verzicht auf eine Versicherung die kostengünstigste Lösung. Auch für den Durchschnittsbetrieb lohnt sich die Versicherung höchstens so lange, wie der Kanton einen Beitrag daran zahlt.

Der Regierungsrat lehnt deshalb die Motion ab und kommt zum Schluss, dass das Gesetz und das Versicherungsobligatorium aufzuheben seien. Er sichert aber zu, flankierende Massnahmen zu prüfen, um die Folgen des Schrittes abzufedern. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.