URI: Vier-Quellen-Weg für Prix Rando nominiert

Der vom Urner Paul Dubacher initiierte Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv ist für den Prix Rando nominiert.

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Der «Wanderwegpapst» Paul Dubacher, der den Vier-Quellen-Weg initiiert hat. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Der «Wanderwegpapst» Paul Dubacher, der den Vier-Quellen-Weg initiiert hat. (Bild: Florian Arnold / Neue UZ)

Der Verband Schweizer Wanderwege verleiht im Mai bereits zum vierten Mal den mit 10 000 Franken dotierten Prix Rando. Damit werden herausragende Wanderweginfrastrukturen ausgezeichnet. Für den Hauptpreis ist auch der vom Urner Paul Dubacher initiierte Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv nominiert. Der 85 Kilometer lange Bergwanderweg erschliesst die Quellen des Rheins, der Reuss, der Rhone und des Ticino. Die bereits bestehenden Wege wurden grösstenteils saniert und Verbindungsstücke komplett neu gebaut. Durch guten ÖV-Anschluss und Schlafmöglichkeiten ist der im August 2012 eingeweihte Vier-Quellen-Weg als fünftägige Wanderung oder als Tagesetappe erlebbar.

«Ich fühle mich wie ein kleiner Olympiasieger», freut sich Paul Dubacher über die Nomination «seines Kindes». Zusammen mit der Trägerschäft, der Stiftung Vier-Quellen-Weg, sei er natürlich «hoch erfreut». «Die Nomination zeigt, dass unserer jahrelangen Arbeit eine grosse Wertschätzung entgegen gebracht wird. Der riesige Aufwand war nicht umsonst», so Dubacher. Und was den Urner «Wanderwegpapst» am meisten freut:  «Bei Zusammenkünften mit Vertretern von Tourismusorganisationen in den Anrainerkantonen und mit Verantwortlichen von Berghütten in der Gotthardregion habe ich zur Kenntnis nehmen dürfen, dass seit der Eröffnung des Vier-Quellen-Wegs massiv steigende Übernachtungszahlen - zum Teil bis zu 100 Prozent - registriert worden sind. Davon profitiert am Schluss die gesamte Volkswirtschaft der Kantone Uri, Graubünden, Tessin und dem Wallis.»

«Der Hauptpreis Prix Rando prämiert Vorhaben, die qualitätswirksam sind», heisst es auf der Website www.prixrando.ch. «Das sind beispielsweise Projekte für eine attraktivere Linienführung, für einen verbesserten Unterhalt oder für einen Wegebau.» Dabei berücksichtige der Prix Rando sowohl Bewerbungen, die unter «klein, aber fein» laufen, als auch Grossprojekte mit breiter Ausstrahlung. Neben dem Hauptpreis wird auch noch der der Sonderpreis Prix Rando vergeben, für den zwei Projekte nominiert sind.

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