URI: Walker bleibt auf freiem Fuss

Nachdem das Bundesgericht Ignaz Walkers Freispruch vom Mordauftrag aufgehoben hatte, musste sich das Obergericht des Kantons Uri mit der Frage beschäftigen, ob Walker wieder in Sicherheitshaft genommen werden soll.

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Ignaz Walker auf dem Weg ins Rathaus. Damals, 2016, wurde er vom Vorwurf der Tötung noch freigesprochen.Bild: Keystone (Altdorf, 18.April 2016)

Ignaz Walker auf dem Weg ins Rathaus. Damals, 2016, wurde er vom Vorwurf der Tötung noch freigesprochen.Bild: Keystone (Altdorf, 18.April 2016)

Am Dienstag ist der Entscheid gefallen, wie das Obergericht auf Anfrage bestätigte. Die Verfahrensleitung sei zum Schluss gekommen, dass eine erneute Inhaftierung von Walker «nicht erforderlich ist». Als möglicher Haftgrund sei die Fluchtgefahr im Vordergrund gestanden. Nach Abwägung aller Gründe erachte das Obergericht die Fluchtgefahr «zwar als möglich, aber aufgrund der konkreten Umstände doch als eher unwahrscheinlich». Aufgrund des Verhältnismässigkeitsprinzips sei eine Inhaftierung «nicht angezeigt».

Schriftensperre und Meldepflicht verhängt

Stattdessen wurden – als mildere Variante zur Haft – Ersatzmassnahmen verfügt. Diese beinhalten eine Ausweis- und Schriftensperre sowie das Verbot, die Schweiz zu verlassen. Ausserdem muss sich Walker zweimal wöchentlich auf einem Polizeiposten in der Nähe seines Aufenthaltsorts melden sowie das Obergericht umgehend über einen allfälligen Wechsel seines Aufenthaltsorts informieren.

Oberstaatsanwalt Thomas Imholz hatte für eine Inhaftierung Walkers plädiert. Er werde den Entscheid des Obergerichts nun eingehend prüfen und dann entscheiden, ob er dagegen Beschwerde beim Bundesgericht erheben werde, hält Imholz auf Anfrage fest. (eca)