Wegen Sturm Sabine: Kanton Uri war vom Schweizer Höchstspannungsnetz komplett abgetrennt

Am Montag waren der Kanton Uri und Teile des Kantons Schwyz als Folge des Sturms Sabine um die Mittagszeit von einem längeren Stromunterbruch betroffen. Der Netzunterbruch war eine der gravierendsten Störungen der letzten Jahrzehnte.

 
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Das Unterwerk Plattischachen in Amsteg.

Das Unterwerk Plattischachen in Amsteg.

Bild: PD

(zim) Aus noch ungeklärten Gründen riss in Gurtnellen während dem Sturm Sabine ein Leiterseil der 220-kV-Leitung von Swissgrid zwischen dem Unterwerk Göschenen und dem Unterwerk Plattischachen. Wie das Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) am Freitag mitteilte, löste in der Folge ein Erdkurzschluss einen kleinflächigen Waldbrand aus, welcher durch die Feuerwehren von Gurtnellen, Silenen und Wassen gelöscht werden konnte.

Als Folge dieses Schadensfalles gab es automatische Ausschaltungen der 220-kV-Leitungen von Swissgrid zwischen Göschenen und Plattischachen, zwischen Mettlen und Plattischachen sowie zwischen Ingenbohl und Mettlen. Durch den Ausfall der Leitungen wurden die Unterwerke Göschenen, Plattischachen und Ingenbohl nicht mehr mit Strom versorgt und der Kanton Uri von Schweizer Höchstspannungsnetz komplett abgetrennt. Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung des EWA:

«Der sogenannte Urner Ring, das heisst die 220-kV-Leitungen zwischen Ingenbohl und Mettlen, Ingenbohl und Plattischachen sowie Mettlen und Plattischachen, brach zusammen. Das ist eine sehr gravierende Störung».

Sie habe letztlich auch zum Ausfall des Verteilnetzes des EWA sowie den Nachliegernetzen. Die Folge war ein nahezu vollständiger Blackout in Uri sowie in Teilen des Kantons Schwyz. Ab etwa 13 Uhr konnten die ersten Kunden wieder mit Strom versorgt  werden. Inzwischen läuft die Stromversorgung im Kanton Uri gewohnt stabil und zuverlässig.

Die genauen Ursachen für den Versorgungsunterbruch des Urner Rings und den Brand in Gurtnellen werden durch Swissgrid untersucht.