URI: Weg der Schweiz soll wieder attraktiver werden

Seit einem Felssturz im Jahr 2013 verläuft der Wanderweg zwischen Isleten und Bauen durch einen Strassentunnel, statt entlang des Urnersees. Der Regierungsrat prüft nun, ob ein Fussgängertunnel gebaut werden könnte.

Drucken
Teilen
Anfang 2013 donnerten rund 20'000 Kubikmeter Fels über den Weg der Schweiz in den Urnersee. (Bild: Leserbild Roman Diethelm)

Anfang 2013 donnerten rund 20'000 Kubikmeter Fels über den Weg der Schweiz in den Urnersee. (Bild: Leserbild Roman Diethelm)

Der Weg der Schweiz hat auf dem Teilstück zwischen Bauen und Isleten an Attraktivität verloren. Seit einem Felssturz im Jahr 2013 ist dieser Wegabschnitt auch zu Fuss nur noch durch einen Strassentunnel begehbar. SVP-Landrat Anton Infanger regte mittels Interpellation an, den Wegabschnitt für Wanderer wieder begehbar zu machen.

Der Regierungsrat anerkannte Infangers Forderung und will in den kommenden Monaten prüfen, wie der Wegabschnitt wieder attraktiver gestaltet werden könnte. Bei der Prüfung befinde man sich in einem Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Attraktivität und Kosten, sagte Regierungsrätin Heidi Z’graggen am Mittwoch vor dem Parlament.

Oberste Priorität habe die Sicherheit, sagte Z'graggen, aber auch das Verhältnis zwischen Baukosten und Nutzen für die Wanderer bilde ein wesentliches Beurteilungskriterium. Die Regierung versuche, gemeinsam mit der Stiftung "Weg der Schweiz" eine Lösung zu finden.

Obwohl die Urner Regierung davon ausgeht, dass sie die Kosten für eine Sanierung tragen muss, will sie eine mögliche Mitfinanzierung durch Dritte abklären. Wie hoch die Kosten für das Projekt ausfallen könnten, ist derzeit noch unklar.

Der “Weg der Schweiz” entstand 1991 zum 700-Jahr-Jubiläum der Schweiz. Er erstreckt sich von Rütli nach Brunnen SZ rund um den südlichsten Teil des Vierwaldstättersees, den Urnersee. Der Weg ist 35 Kilometer lang und auch im Winter begehbar. (sda)