Uri will schulmedizinischen Dienst neu regeln

Der Schularzt soll auch künftig Impfungen durchführen. So will es die Urner Regierung. Dies ist nur eine Massnahme des schulmedizinischen Dienstes, der neu geregelt werden soll.

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Im Kanton Uri sollen Kinder auch künftig vom Schularzt geimpft werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Im Kanton Uri sollen Kinder auch künftig vom Schularzt geimpft werden. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Urner Schulkinder werden aber auch künftig freiwillig geimpft und werden nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern durchgeführt. Auch andere Bestimmungen des schulmedizinischen Dienstes sollen neu geregelt werden. Der Schularzt soll zwar weiterhin Untersuchungen bei allen Kindern durchführen. Um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, sollen jedoch Befunde durch Haus- oder Spezialärzte kein zweites Mal erhoben werden, wenn sie im entsprechenden Formular eingetragen sind.

Die einzelnen Schulen bestimmen, ob der schulzahnärztliche Untersuch als Einzel- oder Reihenuntersuchung druchgeführt werden soll. Die Eltern können den Zahnarzt auch künftig frei wählen. Die Kosten des schulmedizinischen Dienstes werden wie bisher von den Gemeinden getragen.

In erster Linie sei es zudem Aufgabe der Eltern, für die Gesundheit ihrer Kinder zu sorgen, hält die Standeskanzlei fest. Ziel des schulmedizinischen Dienstes ist die physische und psychische Gesundheit der Schüler zu erhalten und zu fördern. Störungen und Krankheiten sollen möglichst frühzeitig erkannt und die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden.

Die Vorlage kommt am 26. Januar 2011 in den Landrat.

pd/rem