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URI: Wolf im Urserntal gesichtet

Am Sonntag hat eine Privatperson im Gebiet Underalp einen Wolf fotografiert. Der Urner Jagdverwalter sieht allerdings keinen Handlungsbedarf.
Bild: Romano Cuonz, Tierpark Goldau, 2017)

Bild: Romano Cuonz, Tierpark Goldau, 2017)

Die Urner Jagdverwaltung hat am Montag von einer Wolf-Sichtung im Urserntal Kenntnis erhalten. Jagdverwalter Josef Walker bestätigte dies gestern auf Anfrage unserer Zeitung. «Eine Privatperson hat das Tier auf einem Foto festgehalten.» Der Wolf war gemäss Beobachtungen im Gebiet Underalp–Steinsteg–Sandstafel unterwegs.

«Da diese Tiere pro Tag bis zu 100 Kilometer weit laufen können und noch keine Nutztiere auf den Alpen sömmern, müssen allerdings keine speziellen Massnahmen getroffen werden», erklärte Walker. Der Jagdverwalter empfiehlt den Tierhaltern, die Situation genau zu beobachten und entsprechende Sichtungen umgehend zu melden.

Erste Sichtungen im Urserntal registriert

Dass sich der Wolf im Urserntal blicken lässt, ist für Walker «nichts Aussergewöhnliches». Nachdem in Uri über hundert Jahre lang kein Wolf mehr beobachtet worden war, wurden die ersten Sichtungen im Urserntal registriert, und zwar im Vorsommer 2008 am Oberalppass. Danach herrschte wieder Ruhe. 2015 tötete ein Wolf in der Region Isenthal–Emmetten 32 Schafe. Von der Sicherheitsdirektion Uri wurde in der Folge eine Abschussverfügung erlassen. Der Wolf verabschiedete sich jedoch Richtung Vorarlberg.

Der erlegte M68 kann besichtigt werden

Von Mitte Mai bis Anfang Juli 2016 riss ein Wolf in Heimbetrieben und auf Alpen in Isenthal, Erstfeld, Gurtnellen und Wassen mehr als 40 Schafe, danach tötete er im Gebiet Surenen nochmals über 30 Nutztiere. Verschiedene DNA-Analysen zeigten auf, dass es sich beim schadenstiftenden Wolf immer um dasselbe Tier (M68) handelte. Da mit den Rissen von M68 die Schadensschwelle erreicht war, erliess die Sicherheitsdirektion Mitte Juli 2016 eine Abschussverfügung. Am 28. Juli 2016 wurde M68 im Gebiet Surenen erlegt.

Der vor knapp zwei Jahren getötete Wolf kann zurzeit im Rahmen der Ausstellung «Die Geschichte der ‹Wandervögel› in Uri» im Historischen Museum Uri in Altdorf besichtigt werden (siehe www.hvu.ch).

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

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