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URI: Zaku: Labor erteilt neuer Anlage gute Noten

3,43 Millionen Franken hat die Zaku in eine neue Aufbereitungsanlage für Schlacke investiert. Nun wird der Verwaltungsrat verkleinert.
In den Verbrennungsöfen der KVA Renergia in Perlen ist der Weg des Abfalls noch nicht zu Ende. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

In den Verbrennungsöfen der KVA Renergia in Perlen ist der Weg des Abfalls noch nicht zu Ende. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Die Zentrale Organisation für Abfallbewirtschaftung im Kanton Uri (Zaku) hat heute mehr Kapazität denn je. 2014 investierte sie rund 4 Millionen Franken in Anlagen, Infrastruktur und Logistik. 3,43 Millionen Franken flossen in die Aufbereitungsanlage für Schlacke, 750 000 Franken wurden für den Umbau der Kehrichtumladeanlage inklusive Verladekran verwendet. Dank der Investition kann die neue Aufbereitungsanlage für Schlacke mehr Material aufnehmen als bisher, wie an der Generalversammlung vom vergangenen Montag nochmals in Erinnerung gerufen wurde. Neben der Kapazitätssteigerung kann nun auch den gesetzlichen Anforderungen für die Metallabscheidung komplett Rechnung getragen werden.

«Es braucht noch Feinjustierungen»

Die Hauptarbeiten an der Aufbereitungsanlage sind seit Ende 2014 grösstenteils abgeschlossen. Jetzt laufen die Abschlussarbeiten und finale logistische Anpassungen. «Die Aufbereitungsanlage ist schweizweit eine der modernsten», versicherte Bauchef Hanspeter Bonetti an der Generalversammlung am Montagabend. Es brauche noch Feinjustierungen. Dennoch habe ein Labor ersten Zufallsproben ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Die Investition in die Aufbereitungsanlage für Schlacke erfolgte wegen Verträgen mit der neuen Zentralschweizer Verbrennungsanlage Renergia in Perlen/Root LU, die seit Jahresbeginn in Betrieb ist und schweizweit als umweltverträglichste Verbrennungsanlage gilt. Ab 2016 will die Zaku jährlich 30 000 Tonnen Schlacke von der Renergia annehmen, verarbeiten und deponieren. Die Schlacke soll dann in der Deponie Eielen gelagert werden. Die Deponie hat aktuell ein Füllvolumen von rund 800 000 Kubikmetern, eine Kapazität, die voraussichtlich für die kommenden 30 Jahre ausreicht.

Rechnung einstimmig genehmigt

Trotz der Millioneninvestition schliesst die Rechnung 2014 im Plus. Die Gemeindevertreter genehmigten diese an der GV ohne Einwände. Der Bilanzgewinn 2014 beträgt 114 756 Franken. Der Verwaltungsrat empfahl den Gemeinden, eine Dividende von 1 Prozent (100 000 Franken) auszuzahlen. Der Antrag wurde gutgeheissen. Besser als budgetiert ausgefallen ist der Ertrag aus der Deponie (plus 266 128 Franken). Insgesamt wurden 31 487 Tonnen Schlacke aus den Kehrichtverbrennungs­anlagen angeliefert. Davon wurden 1040 Tonnen Schrott entfernt und an den Schrotthandel abgegeben. Die verbleibende Schlacke wurde in die Deponie eingebaut und entsprechend verdichtet. «Die privaten Sammelstellen für die Abgabe von Abfällen aus Privathaushalten (Baldini AG/Wyrsch Recycling Center) führen weiterhin zu Umsatzeinbussen bei der Sammelstelle Eielen», heisst es im Zaku-Geschäftsbericht. In die Schlagzeilen kam die Zaku im vergangenen Jahr, weil es Differenzen mit privaten Entsorgungsfirmen gibt. Es geht dabei um Kunststoffabfall.

Plastikstreit: Zaku sucht Dialog

Aktuell nehmen mehrere Urner Recyclingbetriebe Kunststoffabfälle mit eigenen Abfallsäcken entgegen. Und diese günstigen Säcke sind bei der Urner Bevölkerung gefragt. Denn wer Kunststoff aussortiert, kann Platz im teureren, gebührenpflichtigen Kehrichtsack sparen. Mit der privaten Sammlung alter Kunststoffe ist Zaku aber nicht einverstanden. Die Kunststoffabfälle sind Bestandteil des Siedlungsabfalls, den die Zaku an die neue Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen/Root liefert. Deshalb hatte die Zaku im vergangenen Jahr eine Verfügung gegen die Altdorfer Recyclingunternehmen Baldini AG und Wyrsch AG erlassen. Daraufhin erhob die Baldini AG beim Regierungsrat Beschwerde gegen die Verfügung, die seither sistiert ist. Nun wollen die Parteien am runden Tisch eine Lösung finden.

Trüb gibt Demission bekannt

An der GV wurde bekannt, dass Verwaltungsrat Stefan Trüb Ende des laufenden Geschäftsjahrs 2015 zurücktritt. Geschäftsführer Edi Schilter beantragte deshalb, den Verwaltungsrat von sieben auf sechs Mitglieder zu reduzieren. Der Antrag wurde einstimmig gutgeheissen. Somit wird für Trüb kein Ersatz gesucht. «Die grossen Umbauten an der Auf­bereitungs- und der Kehrichtumlade­anlage sind abgeschlossen, weshalb der Verwaltungsrat verkleinert werden kann», so Schilter. Die Statuten der Zaku schreiben vor, dass der Verwaltungsrat aus fünf bis neun Mitgliedern besteht.

Anian Heierli

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