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Uri: Zwei zusätzliche BVD-Fälle entdeckt

Zwar konnte der Fall von BVD-verseuchten Rindern auf den Urner Alpen Fiseten und Alplen abgeschlossen werden. Allerdings wurden nun zwei weitere verseuchte Kälber entdeckt, was eine Alpsperre für 29 Tiere bedeutet.
Florian Arnold
Kälber mit Marken an den Ohren stehen auf einer Weide, am Mittwoch, 8. April 2015, bei Bolligen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Kälber mit Marken an den Ohren stehen auf einer Weide, am Mittwoch, 8. April 2015, bei Bolligen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Im August 2017 haben sich Kühe auf den Alpen Fiseten und Alplen mit der Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) angesteckt. Darauf mussten 110 Rinder für die Alp gesperrt werden. Mit Tests wurden schliesslich 30 so genannte PI-Kälber nachgewiesen. Als solche «persistent-infizierte Kälber» gelten Tiere, die sich im Mutterleib mit BVD anstecken, und so Gefahr laufen, lebenslang BVD-Viren zu streuen.

Nachkontrollen ergaben nun, dass zwei Kälber bei den ersten Tests fälschlicherweise als seuchefrei klassiert worden waren. Dies teilte der Veterinärdienst der Urkantone sowie das Amt für Landwirtschaft mit. Um die Sömmerung nicht zu gefährden, wurden deshalb Einzeltiere nochmals nachgetestet. Alle getesteten Rinder waren BVD-Virus negativ. Da die beiden Kälber mit drei Betrieben Kontakt hatten, sind nun die 16, 9 und 4 Tiere dieser Betriebe für die Alp gesperrt.

«Das ist natürlich bedauerlich für die Betriebe, glücklicherweise konnten wir die Infektion aber noch vor dem Sommer feststellen», sagt Kantonstierarzt Martin Grisiger vom Laboratorium der Urkantone. «Wir arbeiten mit biologischen Tests, bei denen immer ein Restrisiko besteht, dass in sehr seltenen Fällen ein falsches Testresultat erhoben wird.» Entdeckt habe man die neuen Fälle aufgrund des Zustands der Tiere selber, aber auch wegen der Nachbartiere, die mehr Antikörper ausschütteten, wie Grisiger sagte.

Die BVD-Überwachung in den Urkantonen sei im ersten Halbjahr 2018 weiter optimiert worden, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem kläre der Veterinärdienst der Urkantone ausser-urkantonale Sömmerungsrinder bezüglich BVD-Überwachung ab. Die Abklärungen sind am Laufen. «Die Alpverantwortlichen werden rechtzeitig vor der Sömmerung über die Resultate informiert.» Auf freiwilliger Basis dürfen zudem aus Nicht-Urkantonen zugekaufte Kälber (bis und mit vier Monate alt) kostenlos auf BVD-Virus untersucht werden.

«Glücklicherweise ist das Ausmass der Schäden aus den BVD-Infektionen Fiseten und Alplen wesentlich geringer als erwartet», heisst es in der Mitteilung. Die beiden falschen Werte der PI-Kälber wurden im Dezember 2017 und Januar 2018 ermittelt. «Falsch negative Resultate von Ohrstanzen wurden bisher in den Urkantonen nicht festgestellt.»

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