URI: Zweijahreskindergarten als Chance und Ergänzung zur Familie

Der Zweijahreskindergarten kann den individuellen Entwicklungsstand eines Kindes besonders gut berücksichtigen. Aus diesem Grund bieten im Kanton Uri alle Gemeinden seit dem Schuljahr 2016/2017 den freiwilligen Zweijahreskindergarten an.

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Im Kanton Uri bieten seit diesem Schuljahr alle Gemeinden den Zweijahreskindergarten an. (Bild: PD)

Im Kanton Uri bieten seit diesem Schuljahr alle Gemeinden den Zweijahreskindergarten an. (Bild: PD)

Je nach Schulgemeinde haben die Eltern die Kindergartenanmeldung für das Schuljahr 2017/2018 bereits bekommen oder werden sie in Kürze erhalten, heisst es in einer Medienmitteilung der Bildungsdirektion des Kantons Uri vom Freitag. Der Besuch des freiwilligen Kindergartenjahres mit den 12 Wochenlektionen (24 Wochenlektionen im obligatorischen Kindergarten), ermöglicht den Kindern einen sanften Einstieg in die Schullaufbahn.

In den jahrgangsgemischten Klassen des Zweijahreskindergartens begegnen sich Kinder mit verschiedenen Begabungen und Fähigkeiten, unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Sprachen und Kulturen. Daraus ergeben sich wichtige Impulse für das Lernen. Jüngere Kinder lernen von älteren Kindern und umgekehrt. Anderssprachige Kinder lernen häufig im ersten Kindergartenjahr, die deutsche Sprache zu verstehen. Im zweiten Jahr haben sie ihre Sprachkompetenzen ausreichend weit entwickelt, dass sie Deutsch auch sprechen können.

Für die Entwicklung des Kindes am wichtigsten bleibt natürlich die Familie. In diesem Sinn versteht sich der zweijährige, jahrgangsgemischte Kindergarten als Ergänzung. Mit seinem vielfältigen Spiel- und Lernangebot leistet er einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung der in der Familie erworbenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder.

pd/zim