URI/AARGAU: Alpentransit erzürnt die Regierung

Der Kanton Uri «plant» ein Verladeterminal im Aargau und erzürnt damit die Regierung. Grund: Sie wurde im Vorfeld nicht über die Pläne informiert.

sda
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Uri ist gegen Verladestationen für Lastwagen (Symbolbild Keystone).

Uri ist gegen Verladestationen für Lastwagen (Symbolbild Keystone).

Wenn es nach dem Kanton Uri geht, soll im Kanton Aargau eine grosse Bahnverladeanlage für den alpenquerenden Schwerverkehr gebaut werden. Allerdings geschahen diese Planungsarbeiten ohne Kenntnis der Aargauer Regierung, was diese zu massiver Kritik veranlasst.

Dem Kanton Uri schweben drei mögliche Standorte im Aargau vor: Einer im Birrfeld, ein zweiten in Hendschiken und ein dritter etwas weiter südlich bei Oberrüti. Der geschätzte Landbedarf beträgt laut Studie 60'000 Quadratmeter.

Vor allem der Bau einer Verladestation im Birrfeld ist für die Aargauer Regierung «nicht nachvollziehbar», wie sie in einer am heutigen Freitag veröffentlichten Antwort auf eine von CVP-Grossräten eingereichten Interpellation schreibt. Auch die Situierung eines Terminals in der grösstenteils als Naturschutzgebiet ausgeschiedenen Reussebene bei Oberrüti ist für die Regierung unverständlich.

Departement wurde über Pläne nicht informiert

Die Aargauer Regierung bedauere es, dass der Urner Regierungsrat eine Studie über eine rollende Landstrasse (Rola) mit Terminals im Kanton Aargau veröffentliche, ohne sie oder das zuständige Departement in irgend einer Weise vorgängig darüber zu orientieren. Dies habe man der Urner Regierung in einem Schreiben auch mitgeteilt.

Der Kanton Uri hatte die Studie zu allfälligen Verladeanlagen im Zusammenhang mit den Abklärungen über die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels erstellt. Hintergrund ist der Widerstand des Kantons Uri gegen eine zweite Röhre. Die Regierung sieht dagegen in dezentralen Verladestationen für eine Kurz-Rola Vorteile bei der Bewältigung des alpenquerenden Schwerverkehrs.