Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

URI/SCHWYZ: Beschwerden gegen Bauwerke für neue Axenstrasse abgewiesen

Zwei temporäre Bauwerke, die für die Erstellung der neuen Axenstrasse bei Morschach nötig sind, dürfen realisiert werden, obwohl das Gesamtprojekt noch nicht bewilligt ist. Das Bundesverwaltungsgericht hat zwei Beschwerden gegen eine Strassenüberführung und einen Schutztunnel abgelehnt.
Die Axenstrasse oberhalb des Mositunnels. (Bild: René Meier)

Die Axenstrasse oberhalb des Mositunnels. (Bild: René Meier)

Wie die Baudepartemente von Uri und Schwyz am Dienstag mitteilten, halte das Gericht fest, dass die für die neue Axenstrasse zwingend notwendigen Schutzbauten während der laufenden Totalsperrung eines angrenzenden SBB-Geleises deutlich einfacher und schneller errichtet werden könnten als später unter laufendem Bahnbetrieb.

Laut Gericht liegt keine unzulässige raumplanungs- oder umweltrechtliche Präjudizwirkung für das Gesamtprojekt vor. Die temporäre Strassenüberführung und der Schutztunnel seien für einen zeitlich befristeten Gebrauch bestimmt und würden nachher vollständig abgebaut. Weil die SBB ein Gleis saniere, sei bereits jetzt eine Baustelle vor Ort anzutreffen.

Die Beschwerdeführer machten verschiedene Umwelt- und Landschaftsschutz-Aspekte geltend. Das Bundesverwaltungsgericht zog für seinen Entscheid mehrere Fachberichte und Stellungnahmen bei. Zudem nahm es einen Augenschein vor Ort vor.

Die Bauherrschaft will nun möglichst rasch die beiden temporären Bauwerke realisieren, wie es in der Mitteilung heisst.

Das Grossprojekt für eine neue Axenstrasse sieht parallel zur heutigen Verbindung zwischen Ingenbohl SZ und Sisikon UR eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse vor. Das Projekt des Bundes für mehr Sicherheit und eine Entlastung der Dörfer Brunnen und Sisikon vom Durchgangsverkehr sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor.

Die Hilfsbauten sollen im Gebiet Ort zwischen den geplanten neuen Strassentunnels Morschach und Sisikon zu stehen kommen. Die Eröffnung des 1,2 Milliarden Franken teuren Vorhabens ist für 2025 vorgesehen. Der Bund bezahlt rund 94 Prozent des Neubauprojekts, die beiden Kantone Uri und Schwyz übernehmen den Rest. Im Juni 2016 hatte sich das Schwyzer Stimmvolk grundsätzlich hinter das Projekt gestellt. Es lehnte eine Volksinitiative gegen das Projekt mit 63 Prozent Nein-Stimmen ab. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.